Patientenakademie im Januar: Volkskrankheit Vorhofflimmern

10. Januar 2017
Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Samir Said. Foto: HELIOS Kliniken
Helmstedt. Thema am 18. Januar, 18 Uhr, Palas Schloss Schöningen: „Volkskrankheit Vorhofflimmern – Erkennen und Behandeln“. Referent: Priv.-Doz. Dr. med. Samir Said, Chefarzt des Zentrums für Herzrhythmusstörungen und Schrittmachertherapie

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Es ist die häufigste dauerhafte Herzrhythmusstörung bei Erwachsenen: das Vorhofflimmern. Fast zwei Millionen Deutsche leiden unter den unregelmäßigen Schlägen der Herzvorhöfe, zahlreiche Folge- und Begleiterkrankungen drohen Betroffenen. Über moderne Diagnostik- und Therapieverfahren bei Vorhofflimmern informiert Priv.-Doz. Dr. med. Samir Said in der ersten Patientenakademie im neuen Jahr am Mittwoch, 18. Januar, ab 18 Uhr im Palas des Schloss Schöningen. 

Wie Vorhofflimmern entsteht, ist noch immer nicht vollständig geklärt. „Es wird vermutet, dass schnelle elektrische Signale aus den Lungengefäßen auf den linken Vorhof überleitet werden und dadurch das schnelle, unregelmäßige Schlagen der Herzvorhöfe verursachen, das bei den Patienten die Beschwerden auslöst“, erklärt Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Samir Said. Problematisch ist für Betroffene vor allem, dass sie anfänglich nur selten spüren, dass sie erkrankt sind. „Etwa jeder Zehnte über 70 Jahren leidet an Vorhofflimmern, doch nur wenige spüren Beschwerden wie Herzstolpern oder Herzrasen“, so der Kardiologie weiter. Auslöser für den unregelmäßigen Schlag der Herzvorhöfe können unter anderem Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen oder auch Diabetes sein. Auch eine genetische Ursache kann zur Ausbildung von Vorhofflimmern führen.

EKG gibt Aufschluss über Vorhofflimmern

Meist wird die Erkrankung im Rahmen von Routineuntersuchungen beim Arzt festgestellt. „Besonders aufschlussreich ist dabei das Elektrokardiogramm, kurz EKG. Es misst die Herzströme und zeichnet diese auf. Besteht ein Vorhofflimmern, ist das auf dem EKG gut sichtbar“, so Priv.-Doz. Dr. Said. Sind die Beschwerden nicht dauerhaft, kann das EKG auch für einen längeren Zeitraum oder unter Belastung durchgeführt werden. Zusätzlich erfolgt meist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Dabei erhält der Kardiologe einen Einblick in die Strukturen und kann Gewebeveränderungen oder gefährliche Blutgerinnsel feststellen.

Für Patienten steht dann neben einer medikamentösen Therapie auch ein Eingriff im modernen Herzkatheterlabor zur Verfügung. „Hier ist eine individuelle Therapieplanung gemeinsam mit dem Patienten besonders wichtig, um Folgeerkrankungen wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen.“

Einen Überblick über Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten der Volkskrankheit Vorhofflimmern gibt Priv.-Doz. Dr. med. Samir Said am 18. Januar um 18 Uhr im Palas des Schloss Schöningen. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung nicht notwendig.

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