Zuständiger Veterinär kritisiert Hühnertransport bei Hitze

27. Juni 2019 von
Die Tiere sollten ursprünglich nach Regensburg gebracht werden. Foto: aktuell24
Königslutter. Nach dem Unfall eines Tiertransporters am gestrigen Mittwoch auf der A2 mussten rund 5.000 Hühner bei hohen Temperaturen darauf warten, dass die Fahrt für sie weiter ging. Dabei seien die Bedingungen für die Tiere den Umständen entsprechend angepasst worden, wie Dr. Hans-Jürgen Thoms vom zuständigen Veterinäramt im Gespräch mit regionalHeute.de berichtet.

Beim Eintreffen des Veterinärs hätte die Feuerwehr die Tiere bereits mit Wasser gekühlt. Dass einige der Tiere tot in ihren Käfigen lagen, hätte am Unfall gelegen. So könnten die Tiere zum Beispiel durch das plötzliche Rucken und das „Gerumpel“ einen Schock erlitten haben. Aber auch Genickbrüche konnten aufgrund der Stauchung des Fahrzeugs nicht ausgeschlossen werden. Eine genaue Analyse gebe es hierzu jedoch nicht. Auch die Anzahl der toten Hühner konnte vor Ort nicht genau bestimmt werden. Darüber hinaus hatten sich ein paar Deckel der Käfige bei dem Unfall gelöst, sodass einige Tiere entkommen konnten. Diese mussten vor Ort wieder eingefangen werden. 

Hühner sollten nach Regensburg

Um den Tieren bei der Hitze eine Erleichterung zu verschaffen, wurden sie nicht nur mit Wasser gekühlt. Auch die Ventilatoren, die im Fahrzeug verbaut sind, wurden angestellt und um Stauwärme zu vermeiden, wurde das Dach hochgefahren. Da nicht jeder LKW die Geflügelkisten laden könne, musste auf einen Ersatzwagen aus Lohne gewartet werden. Dieser brauchte zirka drei Stunden, bis er vor Ort war. 

Im Vorfeld des Unfalls sei der Transporter einer großen deutschen Geflügelfirma für den Transport von Hühnern zum Schlachthof geeignet gewesen. Der Transporter ist am Morgen aus Uelzen losgefahren. Die Tiere waren für einen Schlachthof in Regensburg bestimmt. „Wenn man allerdings durch den Wetterbericht schon eine Woche vorher weiß, dass es der heißeste Tag der ganzen Woche werde, sollte man sich doch mal überlegen, ob man da einen Transport durch ganz Deutschland plant“, so Thoms. Dies habe er auch dem Zuständigen mit auf den Weg gegeben. Die Tiere wurden auf den nächstgelegenen Schlachthof nach Möckern verbracht.

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