VW initiiert in Wolfsburg Ausbildungsvorbereitung für Geflüchtete

26. Januar 2018
Die Verantwortlichen mit Teilnehmern der Maßnahme. Foto: VW
Wolfsburg. Volkswagen initiiert das Kooperationsprojekt „Ausbildungsperspektive für Geflüchtete" in Wolfsburg. Im Rahmen des Förderinstrumentes „Einstiegsqualifizierung" der Agentur für Arbeit und des Jobcenters gibt VW gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, der Handwerkskammer die Chance zur nachhaltigen Berufsqualifizierung.

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Außerdem sind regionale Unternehmen involviert. Im Rahmen eines neuen Kooperationsprojektes eröffnet ein zehnmonatiges Programm zunächst zwölf Geflüchteten die Chance, sich fachlich und persönlich für eine Berufsausbildung vorzubereiten. Nach einem zweimonatigen Intensivsprachkurs besuchen die Teilnehmer aktuell bei der Volkswagen Akademie eine achtwöchige Qualifizierung zur theoretischen und praktischen Berufsvorbereitung, bevor sie ein sechsmonatiges Praktikum in einem von zwölf regionalen Partnerbetrieben absolvieren. Das Projekt ermöglicht eine anschließende Ausbildung beim Praktikumsbetrieb. Darüber hinaus unterstützt Volkswagen den Regionalverbund für Ausbildung e.V. bei der Realisierung eines durchgehenden Sprach- und Kulturtrainings.

Die Teilnehmer sind am Ende fähig, eine Berufsausbildung aufzunehmen

„Die enge Zusammenarbeit aller Projektpartner ermöglicht ein überaus effektives Qualifizierungsprogramm. Es befähigt die Teilnehmer, im August dieses Jahres eine Berufsausbildung aufzunehmen. Das Programm ist damit ein wichtiger Teil unseres gesellschaftlichen Engagements: Die Konzern Flüchtlingshilfe bringt Projekte auf die Straße, die Geflüchtete in ihrer Bildungs- und Berufslaufbahn fördern. Um Projekte anschlussfähig zu gestalten, knüpfen wir dafür immer wieder Netzwerke mit regionalen und überregionalen Partnern. Nach der ersten Pilotphase wollen wir über eine Fortführung und Ausweitung des Projektes beraten“, betont Martin Rosik, Leiter Personal der Marke Volkswagen.

Für die Volkswagen Akademie führt deren Leiter Ralph Linde aus: „Mit unseren Ausbildungswerkstätten und unserer interkulturellen Bildungskompetenz haben wir beste Voraussetzungen, den Weg zur beruflichen Praxis zu ebnen. Neben fachlichen Grundlagen wie Werkstoffbearbeitung, Elektrotechnik oder IT-Systeme, stehen ebenso Arbeitssicherheit, Lernstrategien oder gesetzliche Rahmenbedingungen als überfachliche Themen auf dem Programm.“

Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Wolfsburg, Helmstedt und Gifhorn, erklärt: „Einerseits sehen wir junge Geflüchtete, die eine Berufsausbildung anstreben. Andererseits gibt es viele kleinere und mittlere Unternehmen, die Geflüchtete als Azubis einstellen würden. Das Wolfsburger Kooperationsprojekt „Ausbildungsperspektive für Geflüchtete“ wird hier zum wertvollen Bindeglied und hilft, fehlende sprachliche oder fachliche Qualifikationen zu ergänzen.“

Orientiert an den Wünschen der Teilnehmer

Iris Bothe, Vorsitzende des Regionalverbund für Ausbildung e.V., ergänzt: „Mit dem Kooperationsprojekt orientieren wir uns explizit an den Stärken und Berufswünschen der Teilnehmer. Darauf basiert auch die Auswahl der regionalen Partnerbetriebe, die bei guter Passung nach der Qualifizierung einen Ausbildungsplatz stellen und damit maßgeblich zum nachhaltigen Erfolg des Projekts beitragen.“

Der Volkswagen Konzern und seine Marken bieten vielfältige Integrationsprojekte. „Die Konzern Flüchtlingshilfe bereitet Geflüchtete auf den Arbeitsmarkt vor und fördert die notwendigen Kompetenzen – Fachexpertise, Sprache und berufliche Praxis“, sagt Ariane Kilian, Leiterin der Konzern Flüchtlingshilfe. „Das reicht von der Förderung von Kiron-Studienplätzen über das Sprachprogramm ‘Deutsch 360°‘ bei Volkswagen Nutzfahrzeuge bis zum Praktikum mit anschließendem Berufseinstieg bei MAN. Der Konzern erreichte so in 2016 und 2017 über 3.500 Geflüchtete von Audi bis Porsche, von Emden bis München.“

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