„Vielfalt drischt besser“ – Strube richtet Weizenfeldtag aus

4. Juli 2019
Thomas Dietze begrüßt die Gäste im Forum Strube Foto: Strube D&S
Söllingen. Unter dem Motto "Vielfalt drischt besser", fand am vergangenen Dienstag der 36. Weizenfeldtag des Söllinger Saatzüchters statt. Dabei wurden auch vor dem Hintergrund von Klimawandel und sich verändernder Landwirtschaft dem Fachpublikum "zahlreiche neue Sorten" präsentiert, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärte.

Mit dem Anspruch hohe und gesunde Erträge einzufahren, müssten Landwirte die Bewirtschaftung ihrer Felder stets aufs Neue überdenken – dies beginne schon bei der Sortenwahl, betont das Söllinger Traditionsunternehmen. Daher hätten die Veranstalter, Strube Research und die Saaten-Union, das Motto „Vielfalt drischt besser“ gewählt. Entsprechend wolle man zukünftig mehr in neue Züchtungen investieren, wie der Leiter Weizensparte Thomas Dietze, vor den neunzig anwesenden Gästen erklärte. Dabei wolle man in Zukunft höhere Erträge bei geringerem Einsatz an Wasser, Dünger und Chemie erreichen, so der Sven Böse von der Saaten-Union in seinem Vortrag. Das sei gerade in Hinblick auf den Klimawandel wichtig: „Unterschiedliche Fruchtarten reagieren jeweils anders auf die Trockenzeiten eines Jahres.“, mahnte Böse, der auch Leiter der Fachberatung der Saaten-Union ist, an, „Durch den Anbau verschiedener Fruchtarten und durch Vielfalt in der Fruchtfolge können Erträge insgesamt stabil gehalten werden“.

„Menschen haben Bezug zur Landwirtschaft verloren“

Der darauffolgende Vortrag von Carsten Fricke, Vertriebsberater der Bayer AG, konzentrierte sich auf die Wahrnehmung der konventionellen Landwirtschaft in der Öffentlichkeit. „Wir stehen vor vielen Herausforderungen. Besonders die Akzeptanz der modernen Landwirtschaft ist gering. Wir brauchen einen anderen Blick auf die Branche, ein Umdenken muss stattfinden“, hielt Fricke fest. Demnach würde die moderne Landwirtschaft zu oft nach Emotionen und weniger nach Fakten bewertet werden. Die immer öfter in Städten wohnenden Menschen hätten laut Fricke den Bezug zur Landwirtschaft verloren. Jeder Landwirt sei daher aufgefordert, durch aufklärende Maßnahmen im eigenen Umfeld daran mitzuarbeiten, dass sich das Image der gesamten Agrarbranche verbessere.

Weizensorten zum Anfassen

Im Rahmen der Feldführung konnten die Besucher anschließend die große Sortendemonstration besuchen. In Gruppen wurden die Besucher hier an die verschiedenen Stationen geführt, an denen neben den verschiedenen Weizensorten auch Pflanzenschutzversuche gezeigt worden. Daneben hatten der Landmaschinen Vertrieb Altenweddingen und das Julius-Kühn-Institut einen eigenen Stand auf dem Feldtag. Während letzteres über die Pflanzenkrankheit Getreiderost aufklärte, zeigte die LVA dem Fachpublikum eine Maschinenschau ihrer Nutzfahrzeuge.

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