Verfolgungsjagd: Amarokfahrer flüchtet vor Polizei

9. Juli 2018
Symbolfoto: Alexander Panknin
Helmstedt. Eine wildwestreife Verfolgungsfahrt lieferte sich eine Funkstreifenbesatzung der Polizei am Freitagabend mit dem Fahrer eines VW Amarok. Dabei ist es nach Polizeiangaben umsichtig reagierenden Verkehrsteilnehmer zu verdanken, dass es zu keinem Personenschaden gekommen ist.

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Gegen 18.23 Uhr befuhr die uniformierte Funkstreifenbesatzung die Bundesstraße 244 aus Richtung Schöningen in Richtung Helmstedt. An der Kreuzung zur Bundesstraße 1 kam aus Richtung Harbker Kreisel ein Amarok, der mit hoher Geschwindigkeit den Kreuzungsbereich passierte. Die Beamten folgten dem Amarok, der seine Fahrt in Richtung Braunschweiger Tor fortsetzte und sein Fahrzeug auf eine Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometer pro Stunde beschleunigte.

Kurz vor der Kreuzung überholte der Fahrer des Amarok trotz Gegenverkehrs einen LKW, wobei mehrere Verkehrsteilnehmer nur durch starkes abbremsen und ausweichen einem Zusammenstoß entgehen konnten. Den Kreuzungsbereich überfuhr der Fahrer bei Rotlicht. Der Streifenwagen hatte mittlerweile Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet, doch das interessierte den Fahrer des flüchtenden Fahrzeugs wenig. Es kam in der Folge zu einem weiteren Überholmanöver trotz bestehenden Gegenverkehrs.

Verfolgung musste abgebrochen werden

In Höhe des Pastorenwegs bog der Amarok verbotswidrig nach links in Richtung dort angesiedelter Kleingärten ab. Durch die hohe gefahrene Geschwindigkeit und die sandige Straßenbeschaffenheit wirbelte der Amarok derart viel Staub auf, dass die Polizeibeamten eine Gefährdung Unbeteiligter ausschließen wollten und die Verfolgung an dieser Stelle abbrachen. Unterwegs wurden die Beamten von einem weiteren aufmerksamen Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam gemacht, dass der Amarok in Emmerstedt gesichtet wurde.

Hier trafen die Beamten auf den auf der Hauptstraße verunfallten Amarok. Dieser war aufgrund seiner nicht angepassten Geschwindigkeit in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Grundstücksmauer gekracht. Der männliche Fahrer war anschließend geflüchtet. Obwohl mehrere couragierte Zeugen den Fahrer verfolgten, konnte dieser wenig später entkommen. Bei der nun folgenden Durchsuchung des Amarok wurden mehrere Konsumeinheiten Betäubungsmittel und verschreibungspflichtige Medikamente aufgefunden. Am Amarok entstand ein Schaden von 6.000 Euro, an der Grundstücksmauer ein Schaden von 1.000 Euro. Die Ermittlungen dauern an.

Die Polizei bittet darum, dass sich Fahrzeugführer, die von dem Amarok gefährdet wurden, sich beim Polizeikommissariat in Helmstedt, Rufnummer 05351/521-0 melden.

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