„Streetscooter“ im Test bei der Gemeinde Lehre

2. November 2018
Ratsmitglieder der Gemeinde Lehre informieren sich über den Streetscooter. Foto: Gemeinde Lehre
Lehre. Nach der Inbetriebnahme der zwei E-Ladestationen in Lehre und Flechtorf und der geplanten Anschaffung eines E-Bikes, geht die Gemeinde Lehre nun den dritten Schritt in Richtung alternative Verkehrstechnologie. Das geht aus einer Pressemitteilung der Gemeinde Lehre hervor.

Ein Streetscooter Elektro-Nutzfahrzeug, ähnlich den bekannten Fahrzeugen der Post-Auslieferungsfahrzeugen, wird seit dem 19. Oktober im Bauhof der Gemeinde getestet.

Marco Schulz vom Bau- und Umweltamt ist sich sicher: „Wir wollen mit der umweltschonenden eMobilität in die Zukunft investieren. Für einen modern geführten Bauhof gehört die Nutzung integrativer Fahrzeuge einfach dazu. Aber zuerst testen wir genau, wie sich das E-Fahrzeug im Betreib des Bauhofes eingliedern lässt. Welche Bestandteile das Fahrzeug haben sollte und welche Leistungen erwartet werden können.“ Bei dem wendigen und vielseitig einsetzbaren „Streetscooter im Test“ handelt es sich um einen Vorführwagen der Firma Ahlborn aus Hildesheim.

Technischer Hintergrund

Bereits jetzt ist klar, das Bauhof-Fahrzeug benötigt die Variante mit dem langen Radstand, einem Kipper und eine Anhängerkupplung. Der 2-Sitzer sollte mit einer Werkzeugbox hinter dem Fahrerhaus und einer Ladeerhaltung für Elektrogeräte ausgestattet sein. Mit der großen 40 kWh Li-ion Batterie garantiert Streetscooter eine Reichweite von 205 Kilometern. Die Ladung der Akkus kann an jeder 230 V-Schuko-Steckdose (16A) oder alternativ an jeder Ladesäule mit Typ-2-Stecker erfolgen. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 85 km/h angegeben. Die Fahrzeugteile bestehen aus durchgefärbtem Kunststoff und sind somit nicht lackiert. Die leicht verschraubbaren Teile bieten bis zu 80 Prozent Kostenersparnis bei der Karosserie-Montage und -Reparatur.

Das e-Fahrzeug eignet sich im Kommunalbereich für unterschiedlichste Anwendungen im Bereich von Entsorgung, Transport- oder Kontrollfahrten. Auch für die Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen der Grünflächen ist der Transporter universell nutzbar. Mit dem Einsatz des E-Fahrzeugs könnte beispielsweise die im Monat viermal stattfindende Müll-Tour optimiert werden, indem nur noch eine Person die Müll-Tour innerhalb der Gemeinde Lehre erledigen könnte. Im Hinblick auf die rasante Entwicklung im Bereich der eMobilität kommt für die Gemeinde nur ein Leasing in Frage. Die endgültige Entscheidung über die Beschaffung soll in den kommenden Monaten in den dafür zuständigen Gremien beraten werden.

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