Schlechteste Getreideernte seit 1976 erwartet

2. August 2018 von
Die Getreidefelder sind abgeerntet. Die Landwirte müssen jedoch mit Ernteeinbußen rechnen. Foto: Anke Donner
Region. In Niedersachsen wird für das Jahr 2018 eine Getreideernte von 4,69 Millionen Tonnen erwartet. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilte, stelle dies im Vergleich zum ebenfalls unterdurchschnittlichen Vorjahr einen Rückgang von 22 Prozent dar.

Im Jahr 2017 habe laut Landesamt für Statistik Niedersachsen die Getreideernte noch bei 6,03 Millionen Tonnen gelegen. Weniger Getreide wurde letztmals im ebenfalls sehr heißen und trockenen Sommer 1976 geerntet.

Aufgrund der mangelnden Befahrbarkeit von Flächen durch anhaltende Niederschläge im Herbst 2017 konnte das Wintergetreide häufig nur unter Schwierigkeiten gesät werden. Die dadurch nicht bestellten Felder wurden im Frühjahr 2018 überwiegend mit Sommergetreidearten bestellt. Die Anbaufläche für Sommerweizen und Sommergerste stieg im Vergleich zu 2017 um 56.500 Hektar. Auch wichen die landwirtschaftlichen Betriebe auf den Anbau von Mais aus. Die Anbaufläche für Körner- und Silomais stieg um 43.100 Hektar, nachdem sie in den Vorjahren auf hohem Niveau stagniert hatte.

Auch Raps betroffen

Ebenfalls hohe Ernteeinbußen deuten sich für den Raps an. Nachdem bereits in den letzten drei Jahren unterdurchschnittliche Erträge eingefahren wurden, liegen sie im Jahr 2018 voraussichtlich deutlich unter 3.000 Kilo pro Hektar. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Ertragsrückgang um 9,1 Prozent, im Vergleich zum sechs-jährigen Mittel (2012 bis 2017) sogar um fast 25 Prozent.

Die Ernteergebnisse stammen aus der Ernteberichterstattung und haben den Stand Ende Juni 2018, teilt das Landesamt für Statistik mit. Beim Getreide nahmen 1.007 repräsentativ ausgewählte Landwirtinnen und Landwirte an der Umfrage teil, beim Raps beruht die Schätzung auf Angaben von 476 Betrieben.

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