Obstbäume an Kreisstraßen wurden gefällt: Es gibt Alternativen

30. April 2019 von
Streuobstwiesen sollen eine Alternative zu den Straßenbäumen werden. Symbolbild: Pixabay
Helmstedt. In der Zeit zwischen Dezember und Februar wurden an den Kreisstraßen im Landkreis Helmstedt insgesamt 87 Bäume gefällt. Rund ein Drittel dieser Bäume musste aufgrund von direkten Sturmschäden, wie Wurzelanhebung, Riss im Stamm oder ähnlichem, entfernt werden.

Wie der Landkreis auf Nachfrage berichtet, werden Bäume grundsätzlich nur gefällt, wenn sie die Verkehrssicherheit aufgrund ihres Zustandes beeinträchtigen könnten. Aufgrund des trockenen Sommers im Jahr 2018 seien die Obstbäume teilweise vertrocknet gewesen und sind dadurch abgestorben. Abgestorbene Bäume würden die Verkehrssicherheit durch das abgestorbene Totholz beeinträchtigen. Deswegen hätten die Bäume entfernt werden müssen. Vereinzelt sei auch ein schädlicher Pilzbefall festgestellt worden. Dieser Pilzbefall lasse den Baum innerlich verfaulen, so dass die Standfestigkeit nicht mehr gegeben sei.

Doch auch Unfallgeschehnisse haben bei der Entscheidung, die Bäume zu fällen eine Rolle gespielt. So sei es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Unfällen mit Verkehrstoten gekommen, bei denen die Bäume eine Rolle gespielt haben. So stelle unter anderem das Herunterfallen des Obstes, insbesondere, wenn es sich dabei um große, feste Früchte handelt, für vorbeifahrende Kraftfahrzeuge eine Gefahr dar. Darüber hinaus würde das zerfahrene Obst auf der Fahrbahn ebenfalls eine Beeinträchtigung darstellen.

Landkreis sorgt für Alternativen

Aufgrund von rechtlichen Vorgaben werden  Bäume in der Regel nicht an gleicher Stelle ersetzt. „Obstbäume, insbesondere Apfelbäume, werden entlang der Straßen nicht neu gepflanzt, wenn der Kronenbereich oberhalb des freizuhaltenden Lichtraumprofils auf die Fahrbahn reichen kann, da der ursprüngliche zusätzliche Nutzungszweck der Früchte den heutigen Verkehrsgegebenheiten und Anforderungen an die Verkehrssicherheit entgegensteht“, so der Landkreis.

Doch der Landkreis strebt Alternativen zum Verlust der Obstbäume an den Kreisstraßen an. Die Bäume an den Straßen sollen durch besser geeignete Baumarten, wie Eschen und Ahorne ersetzt werden. Durch diese falle die Gefahr durch Fallobst weg. Die Obstbäume, die einen wichtigen Beitrag für die Natur leisten, sollen auf Streuobstwiesen und Ausgleichsflächen angebaut werden. 

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