Nutzung des Lappwaldsees – Planungsverband soll her

5. November 2018 von
Der Lappwaldsee soll gemeinsam mit den Nachbarn aus Sachsen-Anhalt touristisch erschlossen werden. Foto: aktuell24/Kr
Helmstedt. Um den Lappwaldsee eines Tages als Badesee und für andere touristische Zwecke nutzen zu können, will die Stadt Helmstedt einen Planungsverband mit der Gemeinde Harbke (Sachsen-Anhalt) gründen. Ein entsprechender Antrag wird dem Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung am Dienstag vorgelegt. Die Entscheidung trifft der Rat.

Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll die Gründung des „Planungsverbandes Lappwaldsee“ erfolgen. Der Verband mit seinen Mitgliedern Gemeinde Harbke und Stadt Helmstedt würde gemeinde- und länderübergreifend die verbindliche Bauleitplanung rund um den Lappwaldsee verantworten. „Nur so erscheint es möglich, eine bestmögliche In-Wert-Setzung des Sees für die hiesige Bevölkerung, vor allem aber für touristische Nutzungen im Rahmen des Strukturwandels in der Region zu gewährleisten“, heißt es in der Vorlage. Für den Planungsverband sollen im Haushalt 2019 Mittel in Höhe von 20.000 Euro eingestellt werden.

Bei einem Behördentermin am 22. Oktober mit Vertretern der Ministerien, Landesbehörden, Regionalen Planungsgemeinschaften, Landkreisen und Kommunen sei der Planbereich um das Büddenstedter Gebiet am Lappwaldsee ausgeweitet worden. Danach ergibt sich folgende neue Flächenaufteilung nach Kommunen: Stadt Helmstedt: 4.609 Quadratkilometer (42,54 Prozent), Gemeinde Harbke: 6.224 Quadratkilometer (57,46 Prozent). Nach erfolgter Gründung des Planungsverbandes müsste der Verband die Satzung dem Landkreis Helmstedt als zuständige Aufsichtsbehörde zur Genehmigung vorlegen.

Limnologisches Gutachten wurde angefordert

Auch zur Entwicklung der Wasserqualität berichtet die Verwaltung im Rahmen des Wirtschaftsausschusses. So habe man nach dem Ratsbeschluss Ende September die Helmstedter Revier GmbH angeschrieben. Diese sei aufgrund der technischen Bedenken zum natürlichen Erreichen der ph-Neutralität dringend um Vorlage des limnologischen Gutachtens zum Lappwaldsee sowie eine ausführliche Stellungnahme zu den einzelnen Fragen gebeten worden.

Zusätzlich sei das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz schriftlich über die Situation informiert und aufgefordert worden, sich dem Projekt anzunehmen.

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