Neues Konzept: Keine Tiere mehr auf Helmstedts Weihnachtsmarkt

8. Februar 2019
Der Helmstedter Weihnachtsmarkt soll Stück für Stück umstrukturiert werden. Foto: Sebastian Petersen
Helmstedt. Auch wenn der Weihnachtsmarkt erst vor wenigen Wochen abgebaut worden ist, laufen die Planungen für den nächsten schon auf Hochtouren. Entwickelt und abgestimmt werden Maßnahmen, die Aufenthaltsqualität, Flair und Familienfreundlichkeit verbessern sollen. Dies berichtet Andreas Warmbein in einer Pressemitteilung.

Der ehrenamtliche Vorstand des Veranstalters helmstedt aktuell / Stadtmarketing e.V. habe schon 2018 an Veränderungen gedacht, wollte allerdings die Umfrageergebnisse des letzten Weihnachtsmarkts in die Überlegungen einfließen lassen. Die über 250 Rückmeldungen von Besuchern hätten die Pläne des Veranstalters bestätigt und ergänzt. So hätte der Vorstand schon Mitte 2018 nach kontroversen und konstruktiven Debatten mehrheitlich beschlossen, perspektivisch auf eine lebendige Tierkrippe zu verzichten.

Dieser Beschluss wurde in der ersten Vorstandssitzung 2019 bekräftigt. „Wir hielten es aber für angemessen, diese Veränderung zuallererst mit den Betreibern zu besprechen. Es gebietet der Anstand, erst mit den Beteiligten das Gespräch zu suchen, bevor öffentlich Stellung bezogen wird. Zudem erarbeiten wir in einem ehrenamtlichen Arbeitskreis neue Bausteine, damit der Weihnachtsmarkt auch in den kommenden Jahren ein Anziehungspunkt für Besucher aller Altersgruppen bleibt“, so Pressesprecher Andreas Warmbein. „Diese Veränderungen werden wir in der bevorstehenden Mitgliederversammlung und in der Feedback-Runde mit den Budenbeschickern besprechen und präsentieren.“

Umfrage hatte viele Teilnehmer – auch online

Dabei würden die Umgestaltungen nicht aus einer großen Not heraus entstehen, da sich Aussteller wie Besucher mit dem bisherigen Konzept zufrieden gezeigt hätten. Der Helmstedter Weihnachtmarkt punkte vor allem durch sein Flair, mit dem mehr als Dreiviertel der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden seien. Auch die allgemeine Zufriedenheit mit über 70 Prozent zufriedener oder sehr zufriedener Besuchern sei ein aussagekräftiger Wert. Dabei seien nicht nur vor Ort fleißig Umfragebögen ausgefüllt worden, sondern auch online. Ein Viertel der Teilnehmer habe vom Online-Fragebogen Gebrauch gemacht, genauso hoch sei der Anteil der auswärtigen Teilnehmer gewesen. Wie sich gezeigt habe, sei bei Aktionen und Auftritten, besonders für Kinder, Luft nach oben.

„Es werden neue Angebote entwickelt, die vorrangig für die kleinsten Besucher gedacht sind. Einige von ihnen werden die Tiere sicher vermissen“, so Claudius Traumann, der gemeinsam mit Meike Jenzen-Kociok Weihnachtsmarkt-Arbeitskreis ehrenamtlich leitet. „Wir wollen aber in diesem und in den nächsten Jahren verstärkt interaktive und familienfreundliche Angebote, wie Lesungen, Bastelaktionen, Schreibwerkstätten und mehr installieren, um diese Lücke zu schließen. Hierzu suchen wir noch Partner-Initiativen oder interessierte Bürgerinnen und Bürger, die beispielsweise vorlesen oder Briefe an den Weihnachtsmann schreiben“. Die Ideen würden mit dem Vereinsvorstand, Vereinsmitgliedern und Ausstellern konkretisiert werden. Dabei investiere der Verein neben Ideen und Zeit auch finanzielle Mittel, um den Weihnachtsmarkt weiterhin attraktiv und „zukunftsfest“ zu machen. „Dass die neuen Stände 2018 so gut angekommen sind, zeigt, dass maßvolle Veränderungen dankbar angenommen werden und ermutigt, neue Angebote und Formate auszuprobieren“, so Jenzen-Kociok.

Weihnachtsmarkt soll noch schöner werden

Auch optisch werde sich der Weihnachtsmarkt verändern. Die Beleuchtung auf dem Marktplatz werde schrittweise ausgebaut, Sitzgelegenheiten sollen zum Verweilen einladen, Selfie-Points zum Knipsen von Erinnerungsfotos für daheim oder für soziale Medien. Der Weihnachtsbaum rücke stärker in den Blick und neuer Mittelpunkt solle eine Bühne unter dem Baum werden. Hier werde das Bühnenprogramm gebündelt, das sich zuletzt auf Wäldchen und Feuerkorb verteilt habe. Das Wäldchen werde stärker illuminiert und solle vom Auftrittsort zum Aufenthaltsort verwandelt werden. Damit verbunden seien punktuelle Umstellungen, bei denen die Veranstalter auf die Mitwirkung und das Verständnis der Betreiber hoffen. „Uns allen ist der Weihnachtsmarkt mit seiner langen Tradition ein echtes Herzensprojekt. Wir hoffen aber, mit unseren Ideen zu punkten und darauf, dass uns Besucher und Aussteller die Treue halten“, so Jenzen-Kociok, die sich sicher ist: „Es wird auch weiterhin viele Gründe für einen Besuch geben!“

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