NABU: Jetzt Nistkasten-Planung für 2019 beginnen

10. Dezember 2018
Damit Meise, Star und Rotschwanz ein Heim finden. Symbolfoto: NABU
Region. Blaumeise, Kohlmeise, Star, vielleicht sogar Rotkehlchen, Zaunkönig und Rotschwanz – wer hätte sie nicht gerne in seinem Garten? Immer mehr Menschen entdecken die Möglichkeiten, durch die Anbringung von Nistkästen Brutmöglichkeiten im naturnahen Garten zu schaffen, berichtet der NABU in einer Pressemitteilung.

Grund genug für die erfreuten Naturschützer, über die Planungen für das kommende Jahr nachzudenken, was den ‚sozialen Wohnungsbau für Gefiederte‘ betrifft: „Gärten sind in unserer ausgeräumten und vielerorts versiegelten Landschaft immer öfter kleine Archen“, berichtet Marlies Gräwe, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, „in denen für viele Menschen überraschend viele Vogelarten eine Heimat finden können.“

„Jetzt ist Zeit dazu“

Dazu gehören, so Gräwe, Nisthilfen aller Art. Aber: „Selbst eingefleischte Naturfreunde kennen oft nur die gängigen Meisenkästen. Nistkästen für Stare, dem Vogel des Jahres 2018, sind vielen mittlerweile unbekannt. Ebenso Halbhöhlen für Rotschwanz, Bachstelze und Grauschnäpper oder gar Nistkästen für Kleiber und Baumläufer“, berichtet die NABU-Regionalgeschäftsstellenleiterin, „dabei ist es so einfach, in einem naturnahen Garten Nisthilfen zu schaffen. Jetzt ist Zeit dazu – ausreichend lange vor dem nächsten Frühjahr.“ Künstliche Nisthilfen sind da sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil alte und morsche Bäume nicht mehr vorhanden sind, oder weil an Gebäuden geeignete Brutnischen fehlen. Zudem mache das Bauen von Nistkästen einfach Spaß und eigne sich darum auch hervorragend, um Kinder und Jugendliche mit Tieren und deren Lebensweise vertraut zu machen. Ein voll ausgebuchter Nistkasten sei allerdings nur dann zu erwarten, wenn der Garten naturnah gestaltet ist und die Vögel entsprechend Nahrung finden.

Farbbroschüre mit Tipps

Der NABU gibt daher Tipps in seiner 30-seitigen Bauplansammlung für Nisthilfen und seiner Farbbroschüre „Vögel im Garten“. Das Gute – zusätzlich zur Brutraumschaffung: „Wenn Nistkästen jetzt gebaut und bald aufgehängt werden, können sie auswittern und dienen den Vögeln in bitterkalten Winternächten als Schlafquartiere.“ Die Nistkasten-Infos können angefordert werden gegen Einsendung eines Fünf-Euro-Scheins beim NABU. Stichwort „Nistkästen“, Adresse: NABU-Regionalgeschäftsstelle, c/o AWiSTA Fredenberg, Kurt-Schumacher-Ring 4, 38228 Salzgitter. Mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr können die Informationen auch im NABU-Büro persönlich abgeholt werden.

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