Maßnahmen zum Erhalt der Eichen im Beienroder Holz

9. August 2018
Zum Erhalt der Eichen sind einige Maßnahmen erforderlich. Foto: Niedersächsische Landesforsten
Anzeige

Lehre. Das Waldstück Kampstüh im Beienroder Holz ist für seine besonders alten großkronigen Eichen bekannt. Um den Fortbestand langfristig zu sichern, müssen nun einzelne Pflegeeingriffe zu Gunsten der vergleichsweise noch jungen Eichen, im Alter zwischen 150 und 300 Jahren, durchgeführt werden. Das teilen die Niedersächsische Landesforsten mit.

Anzeige

Die bis zu 600 Jahre alten Relikte eines ehemaligen Hutewaldes sind für den Artenschutz sehr wertvoll und prägen das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Beienroder Holz“ maßgeblich.

„Im ersten Arbeitsgang werden wir im Abstand von 40 Metern Rückegassen anlegen“, so Revierleiter Dirk Schlüter aus der Revierförsterei Königslutter, „Anschließend werden wir in einem Pflegeeingriff Hainbuchen und einige Eichen aus dem Waldbestand entnehmen, welche die verbleibenden Eichen in den Kronen bedrängen.“

Die Hainbuchen wurden in früheren Jahrzehnten als sogenannte „dienende-Baumart“ in den Eichenbestand gepflanzt oder haben sich selbst angesamt. Sie schützten die Eichen und sorgten durch ihre Konkurrenz dafür, dass die Eichen in das Höhenwachstum investierten. Nun, da die Eichen ihr Höhenwachstum weitestgehend abgeschlossen haben, sollen diese möglichst große Kronen entwickeln. Da die Hainbuchen den Eichen jetzt in die Kronen wachsen und so das nötige Licht nehmen, werden jetzt Pflegeeingriffe zu Gunsten der Eichen erforderlich. Nur so kann der Charakter eines lichten Eichenwaldes mit einer besonders hohen Artenvielfalt dauerhaft erhalten werden.

Die jetzt anstehende Pflegemaßnahme wurde nach umfassender Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde vorbereitet.

Zeitweise Sperrungen möglich – Lebensgefahr!

Die Pflegeeingriffe im Waldstück Kampstüh werden voraussichtlich bis Ende September andauern. Zur Sicherheit aller Waldbesucher können zwischenzeitlich einzelne Wege abgesperrt sein. Das Forstamt Wolfenbüttel bittet um Beachtung dieser Absperrungen und um Verständnis. Es herrscht Lebensgefahr!

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: helmstedt@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-24
Anzeigen