Lust am Feuer? Brandserie in Kleingartenverein reißt nicht ab

2. November 2018 von
Schon unzählige Male brannte es in dem Kleingartenverein. Fotos: Feuerwehr Königslutter.
Königslutter. Erneut wurde in der Nacht auf den heutigen Freitag um 4.24 Uhr der Löschzug Königslutter zu einer brennenden Gartenlaube in den Kleingartenverein Am Driebenberg "Neu" alarmiert. Immer wieder kommt es hier in jüngster Vergangenheit zu Bränden.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte der Feuerschein die Alarmierung. Eine Gartenlaube stand aus bisher ungeklärten Gründen unter Vollbrand. Sofort setzte Einsatzleiter Stephan Bätge ein Trupp unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung ein. Des Weiteren wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Insgesamt waren die 20 Einsatzkräfte zirka eineinhalb Stunden im Einsatz. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die Polizei übergeben. Dies teilte die Feuerwehr mit.

Wie die Polizei mitteilt, entstand ein Schaden von etwa 8.000 Euro. Verletzt worden sei niemand. Die Polizei habe den Brandort beschlagnahmt und die Untersuchungen zur Brandursache aufgenommen. Wir gehen von Brandstiftung aus, so ein Ermittler. In den letzten Wochen registrierte die Polizei zehn Brände auf dem Gelände des Kleingartenvereins an der Straße Am Driebenberg. Die Beamten fragen konkret nach beobachteten Personen oder Fahrzeugen, auch Fahrradfahrer, im Bereich des Kleingartenvereins gesehen worden sind. Hinweise bitte an die Polizei Königslutter unter Telefon 05353/94105-0.

Ein weiterer Brand des Feuerteufels

Die Polizei hat die Brände, die seit Anfang September Pächter, Feuerwehr und Polizei in Atem halten, bereits in den Fokus genommen, erklärt Polizeisprecher Marco Claus. Entsprechende Maßnahmen seien eingeleitet worden. „Wir verstehen die Unruhe und die Angst und Sorge der Pächter und haben natürlich dort einen Schwerpunkt gesetzt. Wir sind nach wie vor aktiv“, versichert Claus.

In Absprache mit der Polizei sind auch die Pächter aktiv geworden und haben selber Patrouillen organisiert, wie Manfred Genge vom KGV Driebenberg 1950 am Morgen nach dem jüngsten Brand im Gespräch mit regionalHeute.de erklärt. In der Vergangenheit seien einige Pächter in den Abend- und Nachtstunden auf dem Gelände unterwegs gewesen und hielten Augen und Ohren offen. So gut es ging, habe man versucht, den nächsten Brand zu verhindern und den Übeltäter zu schnappen.

„Komischerweise haben wir festgestellt, dass die Brände wieder losgingen, als wir unsere Wachen eingestellt haben“, sagt Manfred Genge und betont, dass man aber weiterhin Rundgänge organisieren werde. „Zur Not müssen wir eben einen Wachdienst engagieren“, sagt er. Aber so lange es geht, wolle man selber Wache halten. „Wir werden weiterhin rumgehen“, versichert Genge.

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