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Kinokritik: „Ad Astra“ – Science Fiction Abenteuer für Kenner

20. September 2019
Ob es Roy McBride gelingt die Welt zu retten? Foto: C1 Cinema/ Video: Julia Seidel
Braunschweig. Am gestrigen Donnerstagabend lief im C1 Cinema in Braunschweig der Science-Fiction-Thriller "Ad Astra - Zu Den Sternen" von Regisseur James Gray an. Mit Tommy Lee Jones und Brad Pitt in den Hauptrollen hat der Film zwei hochkarätige Hollywood Stars zu bieten. Ob es sich lohnt den Film zu sehen, erfahren Sie von unseren Kinokritikern.

Brad Pitt spiel den Astronauten Roy McBride, der sein Leben dem All verschrieben hat und alles andere keinen Platz mehr dort findet. Er begibt sich auf eine Reise, in der er nicht nur seinen Vater finden und die Welt retten möchte. 

Inhalt

In dem monumentalen Weltraumepos von Regisseur James Gray reist Brad als Astronaut zu den Sternen, um seinen vermissten Vater zu finden und ein Rätsel zu lösen, dass das Überleben auf unserem Planeten bedroht. Auf seiner Reise enthüllt er Geheimnisse, die die menschliche Existenz und unseren Platz im Universum in Frage stellen. NASA-Raumfahrt-Ingenieur Roy McBride (Brad Pitt) ist ein glücklich verheirateter, leicht autistischer Einzelgänger, der es nie verwunden hat, dass sein Vater vor 20 Jahren zu einer mysteriösen Mission zum Neptun aufbrach, von der er nie zurückkehrte. Er wollte dort nach intelligentem, außerirdischen Leben suchen und hat dabei mit höchst gefährlichem Material experimentiert. Warum sein Vater nie zurückkehrte und ob er fand, wonach er suchte, möchte Roy nun endlich herausfinden: Er startet selbst in den Weltraum und stößt dabei auf Geheimnisse, die alles, was wir über die menschliche Existenz und unseren Platz im Universum zu wissen glaubten, in Frage stellen – denn die Experimente seines Vaters bedrohen das ganze Solarsystem. Eine „Welle“ ist entstanden, die zu gefährlichen Technikausfällen und Flugzeugabstürzen führt… Roy tritt mutig die Mission an, an deren Ende die Vernichtung der Arbeit seines verehrten Vaters stehen könnte.

Trailer

Kritik

„Ad Astra – Zu Den Sternen“ überzeugt in erster Linie mit einer wahnsinnigen Bildgewalt, die der Zuschauer bereits in den ersten Minuten zu sehen bekommt. Bilder der Erde, von Raumschiffen und anderen Himmelskörpern schaffen es auf der großen Kinoleinwand den Eindruck zu erwecken, dass man selbst vor Ort wäre. Ebenso überzeugend ist der Ton beziehungsweise Nicht-Ton. Denn anders, als in den meisten anderen Science-Fiction Filmen, die im All spielen werden in Ad Astra die physikalischen Gegebenheiten, die im All gelten, eingehalten. So gibt es Szenen, in denen es aufgrund der fehlenden Atmosphäre keinen Ton gibt. Dadurch wird auch die Einsamkeit des Ortes noch einmal deutlich hervorgehoben und das Flair des Weltalls kommt gelungener Weise rüber. Auch der gelungene Soundtrack sorgt dafür, dass die Stimmung während des gesamten Films eher beklemmend ist.

Deutlich schlechter schneidet jedoch die eigentliche Storyline ab. Alles in allem wird hier das Rad nicht neu erfunden. Roy McBride ist auf der Suche nach seinem Vater. Typische Vater-Sohn Konflikte werden dargestellt und die unumgängliche Frage nach Leben im Weltall. Exemplarischer Weise hat gerade McBrides Vater, der von Tommy Lee Jones verkörpert wurde, sein Leben der Suche nach Außerirdischen verschrieben. Der größte Teil des Films wird aus Sicht des Astronauten Roy McBride erzählt. In deprimierenden Monologen erfahren wir, wie sein Leben bisher verlaufen ist. Dabei gibt es jedoch stets lediglich Andeutungen und Traumsequenzen, aus denen der Zuschauer seine Rückschlüsse ziehen kann. Die stets gleiche, monotone Erzählstimme wird zu Bildern gezeigt, die McBride größtenteils während seiner Arbeit zeigt und erweckt den Eindruck, als sei man als Zuschauer in seinen Gedanken. Mit der Zeit wird diese Art von Erzählung jedoch zunehmend langatmiger und zieht sich in die Länge. 

Fazit

 

Ein Science Fiction Film, der irgendwo zwischen „Interstellar“ und „Marsianer“ einzuordnen ist. Es wird versucht die aktuelle Wissenschaft in ein fiktionales Szenario zu setzen und es so zu verkaufen, als würde es einen Sinn ergeben. Dies ist dem Film einigermaßen gut gelungen und Freunde dieses Genres werden ihren Spaß mit diesem Film haben. Auch, wenn der Film einige objektive Probleme aufweist, so lassen ihn die Bild- und Tongewalt dennoch zu einem großartigen Kinoerlebnis werden, das unbedingt auf der großen Leinwand angesehen werden sollte.

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