Jugendliche mit Migrationshintergrund besuchen die Feuerwache

8. Oktober 2019
Anlässlich eines Projekts des Bildungs- und Interkulturellen Zentrums und der Freiwilligenagentur besuchten Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund die Feuerwache in Goslar. Fotos: BIZ e.V. Goslar
Goslar. Nachdem Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im Alter von 11 bis 17 Jahren am 22. Juni bereits die Freiwillige Feuerwehr Goslar kennengelernt, die Feuerwehrleute Herr Voges und Herr Hoppstock ihnen Erläuterungen zum Verhalten bei Bränden und in medizinischen Notfällen gegeben und ihnen die Ausstattung eines Feuerwehrautos erläuterte hatten, ging es am vergangenen Samstag um die Praxis. Davon berichtet das Bildungs- und Interkulturelle Zentrum (BIZ) e.V.

Nach der Demonstration einer Fettexplosion, die mit den entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt worden sei, sei es darum gegangen, noch einmal die Ausrüstung eines Feuerwehrautos unter die Lupe zu nehmen. Jeder habe einen Hydraulikspreizer und eine Hydraulikschere ausprobieren dürfen. Da sei Fingerspitzengefühl und Kraft gleichermaßen gefragt gewesen. Bei einem Brandeinsatz müssen auch Menschen gerettet werden. Dafür gibt es Tragen, die man mit mehreren Personen heben und tragen muss. Dies sei mehrfach geübt worden. Auch bei einer Fahrt über den Hof im Feuerwehrauto haben die Kinder und Jugendlichen dabei sein dürfen. Danach haben sie kräftig arbeiten müssen: Schläuche in verschiedenen Größen entrollen und an einen Verteiler anschließen, von dem wiederum ein Schlauch bis zu einem Hydranten geführt habe. Nun sei es ums Löschen gegangen. Dafür sei ein Haus in der Nähe der Feuerwehrhalle ausgewählt worden, über dessen Dach das Wasser gespritzt werden sollte. Gar nicht so einfach, einen Schlauch zu halten, weswegen je nach Körperkraft zu zweit oder dritt gearbeitet worden sei.

Schläuche rollen wie ein echter Feuerwehrmann!

Alle Teilnehmer seien mit Konzentration und Begeisterung dabei gewesen. Sie haben sehr viel Spaß gehabt und dabei eine Menge über die Feuerwehr und ihre Wichtigkeit gelernt – Dank der Herren Hoppstock und Eisoldt, die diesen Nachmittag vorbereitet und durchgeführt haben und das mit gutem Resultat: Mehrere Teilnehmer wollen Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Goslar werden und freuen sich bereits auf ihren ersten Tag als „zukünftige Feuerwehrleute“. Das sei eine besondere Freude für Samir Hammadi vom Vorstand des BIZ e.V. und Doris Rinke als Leiterin dieses Projektes. Junge Menschen, die erst vor ein paar Jahren in Goslar eine neue Heimat gefunden haben, entschließen sich, in einer Hilfsorganisation mitzuarbeiten, um Menschen aus Notsituationen zu retten. Das stärke die Gemeinschaft der Stadt und schaffe Verständnis und Vertrauen untereinander – und das helfe allen Menschen in Goslar, die in Not geraten.

So einen Wasserschlauch muss man manchmal gemeinsam festhalten.

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