Goslarer Kirche schließt Beratungsprozess ab

22. November 2019
Nach Willen der Braunschweigischen Landeskirche, soll die ev.-luth. Kirche ihre Medienpräsenz ausbauen. Symbolbild: Pixabay
Goslar. In einer Pressemitteilung erklärt die evangelisch-lutherische Landeskirche Braunschweig, dass sie die Ergebnisse ihres Beratungsprozesses zur Zukunft der Kirche am vergangenen Donnerstag der Landessynode übergeben hat. Dabei sieht die Landeskirche eine ausgebaute Medienpräsenz als elemantar für die Zukunft an.

„Die Landeskirche Braunschweig sollte ihre medienvermittelte Kommunikation weiter ausbauen und profilieren.“ Das empfiehlt eine Studie der Kommunikationsberatung „aserto“ (Hannover), die Professor Dr. Lars Harden der Landessynode am Donnerstag, 21. November, in Goslar vorgestellt hat. In der Kommunikation nach außen seien vor allem eine stärkere Identifizierung von Zielgruppen sowie eine stärkere inhaltliche Positionierung der Kirche notwendig. Vor allem junge und der Kirche weniger verbundene Menschen sollten gezielter angesprochen werden. Nach innen müsse unter anderem eine bessere Vernetzung der kirchlichen Akteure sowie mehr Service gegenüber den Mitarbeitenden angestrebt werden.

Dabei, so Harden, sollten die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und der sozialen Medien offensiv genutzt werden. Außerdem müsse die Landeskirche bereit sein, mehr Ressourcen für die medienvermittelte Kommunikation zur Verfügung zu stellen. Anderenfalls verliere sie den Anschluss an den dynamischen gesellschaftlichen Wandel. Die derzeitige finanzielle und personelle Ausstattung im Bereich Kommunikation und Medien sei zu gering. Nach einer umfangreichen und intensiven Debatte hat die Landessynode auf Vorschlag des Medienausschusses die Pressestelle, das Landeskirchenamt und die Kirchenregierung gebeten, bis Mai 2020 auf der Grundlage der Studie ein Umsetzungskonzept zu erarbeiten. Auf diese Weise, so der Vorsitzende des Medienausschusses Thomas Möbius, könnten finanzrelevante Vorschläge in die Aufstellung des nächsten landeskirchlichen Haushalts für die Jahre 2021 und 2022 einfließen.

Die Studie zur Weiterentwicklung der medienvermittelten Kommunikation in der Landeskirche war in den vergangenen Monaten in einem breit angelegten Prozess entstanden. Beteiligt waren Medienexperten sowie kirchliche Akteure auf allen Ebenen unter Beteiligung der Propsteien und Gemeinden.

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