Bauern aus der Region demonstrierten in Hamburg

18. November 2019
Bauern aus der Region hatten sich auf den Weg nach Hamburg gemacht. Fotos: privat
Hamburg. Zur großen Bauerndemo in Hamburg anlässlich der Umweltministerkonferenz am Donnerstag brachen auch zahlreiche Landwirte aus der Region Braunschweig mit Treckern, Auto oder Zug auf. Das berichtet die Landwirtschaft Linne in einer Pressemitteilung.

Ermöglicht durch eine Kooperation zwischen den örtlichen Aktivisten der Basisbewegung „LandSchafftVerbindung“ und dem Landvolk Braunschweiger Land konnte auch eine Gruppe mit dem Bus zur Kundgebung am Gänsemarkt fahren. Beeindruckt von den über 4.000 Treckern in Hamburgs Straßen hörten sich die Demonstranten die Forderungen der verschiedenen Landwirtschaftsverbände an die Umweltminister an.

Als der grüne Hamburger Umweltsenator von der Kundgebungsbühne herab die Bauern pauschal für die Grundwasserverschmutzungen der Industrie- und Hafenstadt verantwortlich machte, beschloss eine Gruppe der Braunschweiger Landwirte spontan die Büros des Landesverbandes der Grünen zu besuchen. Dort wurde zunächst das Transparent mit der Forderung „Wir wollen mitreden“ an der Fassade angebracht und ein Gespräch mit hochrangigen Vertretern der Partei eingefordert.

Spontan wurde den Grünen ein Besuch abgestattet.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Hamburger Bürgerschaft, Anjes Tjarks, lud die Bauern darauf hin zu einem ad hoc Gespräch ein und sie konnten in einer längeren Diskussion ihre Forderungen vorbringen. Auch die zum Teil aus ihrer Sicht fehlerhafte Darstellung der Arbeit der Bauern durch die Grünen wurde kritisiert. Am Ende des Dialoges wurden die Braunschweiger freundlich von den Grünen verabschiedet, gingen aber mit dem Gefühl, leider nicht verstanden worden zu sein.

Eine kleinere Gruppe der Braunschweiger Bauern versuchte noch, der Umweltministerkonferenz direkt im Saal des Tagungshotels die Informationen und Forderungen zu überreichen, allerdings gelangten nur zwei Landwirte bis ins Foyer und nicht zu den Ministern.

Man kam nur ins Foyer.

Daher entschloss man sich noch, mit dem Agrarsprecher von Greenpeace am Rande des Kundgebungsplatzes über dessen „Bauern-Bashing“ zu sprechen, was zu einem interessanten Dialog, leider ohne Einigung führte.

Diskussion mit Greenpeace.

Rund um den Gänsemarkt verteilten die Braunschweiger Bauern Flyer an die Hamburger Bürgerinnen und Bürger, um für Verständnis und Unterstützung Ihrer Forderungen zu werben. Am Ende des Tages konnten die Teilnehmer Hamburg mit dem Gefühl verlassen, das Möglichste zur Vermittlung ihrer Anliegen getan zu haben.

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