Angriff auf Flüchtlinge: Tatverdächtige gestellt

18. November 2019
Auf die Flüchtlinge wurden Schüsse aus einer Schreckschusspistole abgegeben. Symbolfoto: Alexander Panknin.
Schöningen. Wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt die Polizei gegen vier Tatverdächtige aus Schöningen im Alter von 52, 50, 34 und 29 Jahren. Das Quartett wird beschuldigt, Schüsse aus einer Schreckschusswaffe mit Leuchtmunition auf insgesamt sechs Passanten abgegeben zu haben. Dies berichtet die Polizei.

Zum Glück wurde keines der Opfer, unter denen auch vier aus der Elfenbeinküste stammende Flüchtlinge (39, 38, 28 Jahre und 5 Monate altes Kind) waren, verletzt. Alle konnten sich auch dank des Eingreifens eines mutigen und beherzten 39-Jährigen aus Schöningen und seiner 41-jährigen Begleiterin, die ebenfalls zu den Opfern zählen, in Sicherheit bringen. Durch den schnellen Zugriff des gemeinsamen Einsatzes von Beamten aus Schöningen, Helmstedt, Königslutter und Wolfsburg wurden die Tatverdächtigen noch in der Wohnung gestellt und eine Schreckschusspistole samt Munition sichergestellt. Die Ermittler prüfen einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Tat.

Den bisherigen Untersuchungen nach hielten sich um 20:30 Uhr die Beschuldigten auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Eichendorffstraße auf, als sich die betroffenen Flüchtlinge an einem Fahrzeug befanden. Den 39-jährigen Schöninger, der zusammen mit seiner Begleiterin zufällig auf diese Situation zukam, verfehlte einer der Schüsse nur knapp, so ein Beamter. Da die Alkoholtests aller Tatverdächtigen positiv ausfielen, wurde bei allen Beschuldigten Blutproben entnommen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.

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