Agentur für Arbeit: Mehr Ausbildungsstellen, weniger Bewerber

7. November 2019
Symbolfoto: Pixabay
Helmstedt. Die Agentur für Arbeit zieht im Hinblick auf das abgelaufene Berufsberatungsjahr 2018/2019 Bilanz. Mehr gemeldete Ausbildungsstellen und weniger Bewerber wurden im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit Helmstedt im Vergleich zum vorangegangen Beratungsjahr gemeldet. Die Zahl der Ausbildungsstellen liegt weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Relation von Berufsausbildungsstelle zu gemeldetem Bewerber beträgt 1,3: 1. Dies teilt die Agentur für Arbeit mit.

„Die Nachfrage nach Personal im Bezirk der Agentur für Arbeit Helmstedt ist, trotz einer sich langsam abschwächenden konjunkturellen Lage, weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften ist dementsprechend hoch. Diesem Bedarf an Fachkräften steht jedoch die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt in der Region weiterhin entgegen. Während wir im Berufsberatungsjahr 2018/2019 erneut eine höhere Anzahl an vakanten Ausbildungsplätzen gemeldet bekamen, sank die Zahl der Bewerber weiterhin und hat mit 2.415 Bewerbern einen neuen Tiefstand erreicht. Ursache für die rückläufigen Bewerberzahlen sind neben der demografischen Entwicklung, der Trend zum (Fach)- Abitur und damit eine stark ausgeprägte Neigung zum Studium“, erläutert Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt.

Mehr Ausbildungsstellen als im Vorjahr

Die Zahlen machen das deutlich. So nutzten im Bezirk der Agentur für Arbeit Helmstedt mit den angeschlossenen Jobcentern insgesamt 2.415 Jugendliche das Beratungsangebot der Agentur für Arbeit Helmstedt. Im Bereich der Ausbildungsstellen wurden im Bezirk der Agentur für Arbeit Helmstedt und den dort vertretenen Jobcentern insgesamt 3.168 Stellen gemeldet. Das sind 123 oder 4,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

„Trotz intensiver Bemühungen diese Ausbildungsplätze mit dem dafür geeigneten Bewerber zusammenzubringen, konnten von den 3.168 Ausbildungsstellen 123 bis zum 30. September noch nicht besetzt werden. Das waren erfreulicherweise 189 oder knapp 60 Prozent weniger unbesetzte Stellen als noch im Vorjahr,“ erläutert Ulf Steinmann weiter. Die meisten unbesetzten Ausbildungsplätze verzeichnete die Agentur für Arbeit bei Berufen im Verkauf, vor allem im Verkauf von Lebensmitteln, der Lebensmittel- und Speisezubereitung, im Bau- und Ausbaugewerbe, im Bereich Hotellerie und Gastronomie, bei den medizinischen und zahnmedizinischen Fachangestellten.

Von den 2.415 Bewerbern begannen 1.187 eine Ausbildung. 125 haben eine Er- werbstätigkeit aufgenommen. 580 besuchen eine weiterführende Schule, entschieden sich für ein Studium oder sind in einem Praktikum. Des Weiteren haben 40 Jugendliche den Freiwilligen Wehrdienst aufgenommen oder absolvieren den Bundes- oder Jugendfreiwilligendienst. 54 junge Menschen sind in Fördermaßnahmen wie zum Beispiel einer berufsvorbereitenden Maßnahme. 429 junge Menschen haben die Nutzung des Beratungsangebots nicht aufrechterhalten und 61 gelten als unversorgt.

Entwicklung des Ausbildungsmarktes im Landkreis Helmstedt

Im Landkreis Helmstedt stieg die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Beratungsjahr 2018/2019 um 1 (oder 0,2 Prozent) auf 564. Gleichzeitig sank die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern nach Ausbildungsstel- len im Vergleich zum Vorjahr um 104 auf 548. Dies ist ein Rückgang um 16 Prozent.

Entwicklung des Ausbildungsmarktes im Landkreis Gifhorn

Im Landkreis Gifhorn stieg die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Beratungsjahr 2018/2019 um 11 Stellen (oder 1,2 Prozent) auf 901. Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern für Ausbildungsstellen sank zum Vorjahr um 69 bzw. 5,9 Prozent auf 1.099.

Entwicklung des Ausbildungsmarktes in der Stadt Wolfsburg

In der Stadt Wolfsburg stieg die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Beratungsjahr 2018/2019 um 111 (oder 7,0 Prozent) auf 1.703. Gleichzeitig sank auch die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber für Ausbil- dungsstellen im Vergleich zum Vorjahr um 73 auf 768. Dies ist ein Rückgang um 8,7 Prozent.

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