Verkehrswacht: Wohnen in der Innenstadt ist nicht nur schön

5. Februar 2018
Die Einmündung der Straße Wallhof in die Streplingerode ist für die Verkehrswacht ein Gefahrenpunkt. Foto: Verkehrswacht
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Helmstedt. Ein Anwohner aus der Straße Wallhof bat die Kreisverkehrswacht Helmstedt die Verkehrssituation an der Einmündung Wallhof/Streplingerode zu überprüfen. Nachdem es dort einen Verkehrsunfall gab ist er der Meinung, dass die Örtlichkeit zu Problemen führt.

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Der Wallhof und die Streplingerode liegen in einer Tempo 30 Zone und in einer Haltverbotszone. Es ist also grundsätzlich festzustellen, dass es sich um einen Bereich handelt, der nicht besonders unfallträchtig sein sollte.
Betrachtet man die Örtlichkeit genauer, gibt es einige Elemente, die zu unklaren Verkehrssituationen führen. Der Verkehrsraum ist ohne Bordsteine ausgeführt. Die gesamte Fahrbahnbreite könnte also vom Verkehr genutzt werden. Die farbliche Gestaltung lässt vermuten, dass rechts und links von der grauen Fahrbahn ein Gehweg angelegt ist.

Der von rechts einmündende Straßenzug Wallhof mündet über die rote Fläche aber nicht über einen abgesenkten Bordstein ein. Das müsste dazu führen dass hier rechts vor links zu Gunsten des Wallhofes gegeben ist. Verkehrsbeobachtungen lassen aber erahnen, dass diese Regel nicht anerkannt wird. Die Einmündung wird als Grundstückszufahrt gedeutet. Der Name Wallhof ist dabei auch nicht hilfreich, denn er deutet an, dass man aus einem Hof heraus auf die Straße fährt.
Die Sicht beim Verlassen dieser Ausfahrt wird nach rechts (von dort kommen Radfahrer) durch offizielle Parkbuchten eingeschränkt, nach links kommt es immer wieder dazu, dass keine Sicht besteht, da Lkw-Fahrer die rote Fläche als Ladezone ansehen und von dort das Altenheim beliefern.

Diese Fahrzeuge stehen dann teilweise unmittelbar an der Einmündung. Auch Pkw-Fahrer nutzen den roten Rand der Fahrbahn, um ihr Fahrzeug dort stehen zu lassen, wenn sie einen Besuch im Altenheim oder andere Besorgungen vorhaben.
Die Kreisverkehrswacht Helmstedt bittet die Stadtverwaltung zu überlegen, wie die verworrene Situation umgestaltet werden kann, um mehr Klarheit und damit mehr Verkehrssicherheit zu erzeugen. Die Nutzung des roten Randes als Ladezone sollte ausgeschlossen werden. Dazu könnte man Poller aufstellen um eine Trennung der Verkehrsflächen zu erzielen. Es müsste aber wohl auch geklärt werden, wo Ladevorgänge für das Altenheim erfolgen sollen.
Ansonsten bleibt festzustellen, dass der Parkdruck für normale Parkvorgänge immer größer zu werden scheint und dann unklare Verkehrslagen zum Parken in Anspruch genommen werden.

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