Stadt berichtete über die Zukunft des Stadtarchivs

18. März 2017 von
Die Akten aus dem Stadt- und Kreiaarchiv werden zusammengelegt. Symbolbild: Werner Heise
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Helmstedt. Im Stadtarchiv tut sich einiges: Mit Ilse Moshagen-Siegel gibt es seit 1. Februar eine neue Stadtarchivarin. Teile des Archivs ziehen nach Wolfenbüttel um. Außerdem werden Stadt- und Kreisarchiv zusammengelegt.

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Dies geht hervor aus einem Bericht, den Bürgermeister Wittich Schobert in der Sitzung des Ausschusses für Sport, Ehrenamt und Kultur vorstellte.

Depositalvertrag mit Landesarchiv

Das Landesarchiv Wolfenbüttel habe für die Aufbewahrung von Archivgut aus dem Helmstedter Altarchiv einen Depositalvertrag entworfen, der nun für die Unterzeichnung durch die Präsidentin des Niedersächsischen Landesarchivs und den Bürgermeister vorbereitet werde. Damit seien rechtlich die Voraussetzungen geschaffen, im Bestand gefährdete Akten und Urkunden nach Wolfenbüttel zu bringen.

In Abstimmung mit Vertretern des Landesarchivs würden zukünftig wissenschaftliche Bewertungs- und Beratungsleistungen nicht wie zunächst vorgesehen in einer Vereinbarung geregelt, sondern anlassbezogen angefordert und dann dem Aufwand entsprechend abgerechnet werden. Die Möglichkeiten für eine Kooperations- und Dienstleistungsvereinbarung mit dem Institut für Regionalgeschichte Braunschweig würden in einem persönlichen Gespräch mit Prof. Dr. h. c. Gerd Biegel erörtert werden.

Stadt- und Kreisarchiv werden zusammengelegt

Hinsichtlich der Zusammenlegung von Stadt- und Kreisarchiv hab es Ende Januar ein gemeinsames Gespräch gegeben, heißt es in dem Bericht. Beide Seiten begrüßten die personelle und räumliche Kooperation. Dieses sei inzwischen vom Landkreis auch bestätigt worden. Wenn damit schließlich ein festes Team von jeweils zwei Mitarbeiter des Landkreises und der Stadt zur Verfügung steht, könnten die Öffnungszeiten mit dem Ziel erweitert werden, das allgemeine Interesse und Bewusstsein am Archiv zu steigern.

Allerdings würden Landkreis und Stadt derzeit über kein geeignetes Gebäude verfügen, welches kurzfristig für eine solche Nutzung zur Verfügung stünde. Daher solle weiterhin das ehemalige Postgebäude als Archiv angemietet werden. Eine weitere Verlängerung des Mietverhältnisses bis 2021 habe der derzeitige Eigentümer bereits bestätigt. Damit bestehe für die Verwaltung eine gewisse Planungssicherheit und ein ausreichend großes Zeitfenster, die Perspektiven für eine geeignete eigene Immobilie abzuschätzen.

Im Zuge der Verlagerung des Altarchivs nach Wolfenbüttel seien im ehemaligen Postgebäude ausreichend Kapazitäten frei, um das Archivgut des Landkreises dort mit unterzubringen. Dieses werde nach Klärung von Detailfragen und nach Abschluss der Verlagerung des Altarchivs erfolgen. Die dafür anfallenden Mietkosten würden dem Landkreis anteilig in Rechnung gestellt werden.

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