Stachelritter willkommen – Den Garten igelfit machen

30. August 2017
Es gibt viele Mittel und Wege den kleinen Igeln das Überleben leichter zu machen. Foto: Nabu/ Andreas Bobanac
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Salzgitter. Zu den wohl beliebtesten Säugetierarten in Deutschland zählt zweifelsohne der Igel. Im August kommen die meisten Jungigel – zuerst noch blind – zur Welt. Der Igel verzaubert Groß und Klein durch sein putziges Auftreten und seine Wahrhaftigkeit, wenn er sich bei Gefahr in eine stachlige Kugel verwandelt.

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Leider hilft ihm das nicht viel, wenn er unter die Räder von Autos zu geraten droht. Zahllose Igel lassen so auf Straßen jedes Jahr ihr Leben. Die emotionale Nähe des Menschen zum Igel schlägt sich nicht zuletzt in den vielen Anrufen beim NABU nieder, die dort mitunter schon Monate vor dem Winter eintreffen, weil sich besorgte Tierfreunde tatsächlich oder vermeintlich untergewichtiger Igel annehmen wollen“, berichtet Marlies Gräwe, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, aus dem NABU-Alltag.

Dass man dem Igel im eigenen Garten oder Kleingarten ganz speziell helfen kann, ist vielen Menschen noch unbekannt. Grund genug für den Naturschutzbund NABU, nun Tipps zu geben – rechtzeitig vor Beginn des Winters, wie Marlies Gräwe von der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, erläutert: „Wichtig ist es, dem Igel einen idealen Garten zu bieten, von dem dann auch andere Tierarten profitieren werden. Voraussetzung ist, dass der Garten vielfältig ist, sich nicht nur aus ökologisch unbedeutenden Exoten zusammensetzt und neben heimischen Sträuchern auch ein paar ‚wilde’ Ecken hat, damit Igel Nahrung finden können – Schnecken, Larven und anderes.“

Eine Igelburg bietet dem Tierchen ein gemütliches Heim

Zudem könne man dem Igel durch den Bau einer so genannten „Igelburg“ helfen, die mit einigen Handgriffen schnell hergerichtet sei: Aus Holz gebaut, mit einem Dach versehen – Dachpappe eignet sich gut – , sollte sie katzensicher an einem geschützten Ort aufgestellt und mit Reisig und Laub überdeckt werden. „Jetzt kann Mama Igel einziehen“, schmunzelt Marlies Gräwe.

Die Naturschützerin weiter: „Hier können die Jungigel ungestört zur Welt kommen, in dieser ‚Eigentumswohnung’ bietet sich eine ideale Kinderstube, vor allem in der ersten Aufwuchsphase, wenn die winzigen Igelchen von ihrer Mutter gesäugt werden. Aber schon im bevorstehenden Herbst fällt der Igelburg noch eine ganz andere segensreiche Bedeutung zu: Vor den ersten kalten Nächten ziehen sich die Igel darin zurück, um in den Winterschlaf zu fallen. Dafür kann man das Innere dann mit etwas trockenem Heu befüllen. Wichtig ist es zudem, die Igelburg in keiner feuchten Senke aufzustellen, damit nicht übermäßig Feuchtigkeit oder gar Regenwasser in das Innere gelangen kann“, betont der NABU.

Eine Broschüre, Informationen zur geeigneten Platzwahl, eine ausführliche Bauanleitungen für Igelburgen und nützliche Tipps zum Anlegen eines igelfreundlichen Gartens finden Sie in der NABU-Igelbroschüre. Sie ist gegen sechs Briefmarken zu 70 Cent erhältlich bei der:

NABU-RGS Südost-Niedersachsen

c/o AWiSTA Fredenberg

Stichwort „Igel“

Kurt-Schumacher-Ring 4

38228 Salzgitter

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter Tel.05341-902 77 16

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