Nirgends ist man vor Taschendieben so sicher wie in Salzgitter

8. November 2017 von
Taschendiebstahl gehört zum Geschäftsmodell des Organisierten Verbrechens. Symbolfoto: Alexander Panknin
Salzgitter. Bei uns war man 2016 besonders sicher vor Taschendieben. Wie die BILD unter Berufung auf ein Ranking eines Einkaufs-Portals berichtet, ist Salzgitter die deutschlandweit „sicherste Stadt“ mit über 100.000 Einwohnern mit einer Quote von 38 Straftaten je 100.000 Einwohnern im vergangenen Jahr.

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Damit belegt Salzgitter den 221. Platz im Deutschland-Taschendiebstahl-Ranking aller Städte. Braunschweig liegt auf Platz 24, mit 286 Diebstählen pro 100.000 Einwohnern.

Wolfsburg folgt im Ranking des Einkaufsportals shopping.de auf dem 53. Rang mit 165 Diebstählen pro 100.000 Einwohnern. Goslar belegt den 138. Platz (70 Diebstähle pro 100.000 Einwohner). Auf dem 187. Platz steht Helmstedt 187. Dort passierten 2016 47 Diebstähle pro 100.000 Einwohner. In Peine waren es 43 Diebstähle (Platz 199).

Wolfenbüttel steht mit 35 Fällen auf Rang 237. Gifhorn steht auf Platz 257 (31 Fälle pro 100.000 Einwohner). Düsseldorf, Berlin und Hamburg belegen die ersten drei Plätze.

Taschendiebstahl-Fälle 2016 in absoluten Zahlen:

Braunschweig: 720 – Aufklärungsquote: 15,1 Prozent

Wolfsburg: 205 Aufklärungsquote: 13,7 Prozent

Goslar: 97 Aufklärungsquote: 7,2 Prozent

Helmstedt: 43 Aufklärungsquote: 7 Prozent

Peine: 57 Aufklärungsquote: 7 Prozent

Salzgitter: 38 Aufklärungsquote 10,5 Prozent

Wolfenbüttel: 42 Aufklärungsquote: 4,8 Prozent

Gifhorn: 54 Aufklärungsquote 16,7 Prozent

Wie shopping.de schreibt, werden die Straftaten von professionell organisierten Diebesbanden begangen. Die Berliner Polizei gehe inzwischen nur noch Diebstahls-Anzeigen nach, die Aussicht auf Ermittlungserfolg hätten. Deutschland kämpfe insbesondere seit Öffnung des Schengenraumes nach Osteuropa mit anhaltend hohen Taschendiebstahlquoten jenseits der 100.000 angezeigten Straftaten. Seit 2012 sei ein steter jährlicher Zuwachs von rund 12.000 Delikten zu verzeichnen, wobei laut Experten nur rund zehn Prozent der Delikte überhaupt bei der Polizei vorgebracht würden. Oft sei den Opfern gar nicht bewusst, dass die sogenannte Organisierte Kriminalität hinter der Tat stecke.

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