Leitstelle geplant: Regionale Polizeizentrale in Braunschweig

13. November 2017 von
Eine Alternative: Die Errichtung der neuen Regionalleitstelle an der Friedrich-Voigtländer-Straße, Standort der Polizeidirektion Braunschweig. Foto: Aktuell24 (BM)
Braunschweig. Die Polizeidirektion Braunschweig plant die Errichtung einer Regionalleitstelle. Zur Zeit finden in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Baumanagement Braunschweig und der Oberfinanzdirektion Hannover, die für diese Baumaßnahme zuständig ist, die ersten Planungen und Kostenschätzungen statt. Dies bestätigte Polizeisprecher Thorsten Ehlers gegenüber regionalHeute.de.

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Wo und wann die neue Leitstelle eingerichtet werden soll, stehe aktuell aber noch nicht fest. Laut Ehlers prüfe das Staatliche Baumanagement demnach verschiedene Alternativen auf Realisierbarkeit. Eine Planungsalternative umfasse jedoch auch die Bestandsbauten auf dem Gelände der Polizeidirektion Braunschweig in der Friedrich-Voigtländer-Straße 41. Der Realisierungszeitraum beziehungsweise der Zeitpunkt der Fertigstellung könne aufgrund der laufenden Analysen ebenfalls noch nicht nicht genau angegeben werden.

Einsatzmanagement erfolgt zentral aus Braunschweig

Grund für den Bau der neuen Leitstelle sei laut Ehlers das Konzept der Polizei des Landes Niedersachsen. Dieses sehe für jede Polizeidirektion eine Lage- und Führungszentrale vor. „Mit Ausnahme der Polizeidirektion Braunschweig wurde dieses Ziel bereits in allen anderen Polizeidirektionen sukzessive umgesetzt. Aufgabe der Leitstelle in Braunschweig werde dann die Annahme aller im Direktionsbereich anfallenden Notrufe sein, die über die Notrufnummer 110 initiiert werden“, erläutert Thorsten Ehlers gegenüber regionalHeute.de. Weiterhin soll damit das Einsatzmanagement zentral von Braunschweig aus für den gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion erfolgen. Städte im Zuständigkeitsbereich der Direktion sind Braunschweig, Wolfenbüttel, Helmstedt, Wolfsburg, Gifhorn, Goslar, Salzgitter und Peine.

Hans-Ulrich Podehl zurück im Dienst

Erst Anfang des Monats wurde von der Polizei bekanntgegeben, dass Hans-Ulrich Podehl seinen Dienst wieder aufnehme und die Umsetzung der neuen Leitstelle begleite. In der Vergangenheit war Podehl mehrfach wegen juristischer Verfahren gegen ihn in den Medien. So ermittelte die Staatsanwaltschaft bereits 2016 gegen ihn wegen des Vorwurfs, der Leiterin der Zentralen Kriminalinspektion nachgestellt zu haben. Dieses Verfahren wurde am 19. September 2016 eingestellt, da das geschilderte Verhalten des Beschuldigten rechtlich nicht die erforderlichen Tatbestandsvoraussetzungen der einschlägigen Strafnorm erfülle (regionalHeute.de berichtete).

Nun soll Hans-Ulrich Podehl im Planungsbereich Einsatzmanagement-Behördenleitstelle verwendet werden. Thorsten Ehlers: „Aufgabenschwerpunkt ist damit die Unterstützung der Planungen der neuen Regionalleitstelle. Darüber hinaus begleitet er die Harmonisierung der Einsatzkonzepte der Polizeidirektion Braunschweig mit den Bund-Länder-Konzepten zur Bewältigung von großen Einsatzlagen.“

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