Landkreis will Schülerbeförderung neu regeln

24. November 2017 von
Die Beförderungsverträge für eine Reihe von Schulen laufen zum Schuljahresende aus und müssen deshalb neu ausgeschrieben werden. Symbolfoto: Alexander Panknin
Helmstedt. Der Landkreis will die Schülerbeförderung zu diversen Förderschulen innerhalb und außerhalb des Landkreises sowie zur Grundschule Pestalozzistraße -Außenstelle Emmerstedt- mit einem offenen Verfahren europaweit ausschreiben.

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Für die Beförderung der Schüler, die im Kreisgebiet wohnen und eine allgemeinbildende Schule (1. bis 10. Schuljahrgänge) oder eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (zusätzlich 11. und 12. Schuljahrgänge) besuchen, ist der Landkreis Helmstedt laut Schulgesetz zuständig. Er hat, erklärt die Verwaltung, „dafür Sorge zu tragen, dass die anspruchsberechtigten Schüler in geeigneter Weise in einem zumutbaren Zeitrahmen zur Schule befördert werden.“

Die Beförderungsverträge für eine Reihe von Schulen laufen zum Schuljahresende aus und müssen deshalb neu ausgeschrieben werden:

  • Rudolf-Dießel-Schule in Königslutter (Förderschule Geistige Entwicklung)
  • Friedrich-Schiller-Schule und Peter-Pan-Schule in Wolfsburg (Förderschule Körperliche und Motorische Entwicklung und Förderschule Geistige Entwicklung)
  • Franz-Mersi-Schule und das Landesbildungszentrum für Blinde in Hannover sowie
  • Grundschule Pestalozzistraße, Außenstelle Emmerstedt

Diese Schülerbeförderungen werden grundsätzlich im Rahmen des Schulbusverkehrs durchgeführt, weil die betroffenen Förderschüler aufgrund ihrer Behinderungen nicht in der Lage sind, den Schulweg selbständig zu bewältigen. Welches Busunternehmen den Beförderungsauftrag  bekommt, wird ausgelost. 

Vorerst für zwei Jahre

Die Beförderung zur Rudolf-Dießel Schule mit derzeit 145 Schülerinnen und Schülern wird in insgesamt in sieben Lose unterteilt, um auch den kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit zur Teilnahme am Vergabewettbewerb zu geben. Die Schüler der Grundschule Pestalozzistraße, Außenstelle Emmerstedt, werden aufgrund mangelnder Verkehrsanbindungen im ÖPNV ebenfalls im Freistellungsverkehr gefahren.

Die Laufzeit aller Verträge soll auf zwei Jahre festgeschrieben werden, also für die Schuljahre 2018/19 und 2019/20 mit der Option der zweimaligen Verlängerung um jeweils ein weiteres Schuljahr.

Der Nettoauftragswert für die Beförderungen liegt – ausgehend von den jetzigen Auftragswerten zuzüglich einer Preissteigerung von zirka fünf Prozent – bei einer Vertragslaufzeit von maximal vier Jahren (bei je durchschnittlich 190 Schultagen) bei insgesamt 2.484.000 Euro. Aufgrund der Auftragssumme sind die Schülerbeförderungsleistungen europaweit in einem offenen Verfahren auszuschreiben.

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