Kreidezeit vorbei: Junge Liberale fordern WLAN in Schule

7. August 2017
„In der Digitalisierung ist Deutschland ein Entwicklungsland”, Lars Alt, der Helmstedter Landeschef der Jungen Liberalen. Foto: FDP
Helmstedt. Der Vorsitzende des FDP-Jugendverbandes, Lars Alt, erklärt dazu: „Im 21. Jahrhundert ist es traurig, dass das Modernste an unseren Schulen die Pausen sind – wenn die Schüler auf dem Pausenhof ihre Smartphones aus der Tasche holen. Mit dem Klingeln der Pausenglocke geht es dann zurück in die Kreidezeit.” Deshalb müsse die Landesregierung reagieren.

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Der Landeschef der Julis aus Helmstedt fordert eine Digitalisierungsoffensive in den niedersächsischen Schulen, denn die Förderprogramme des Bundes würden in den Schulen weiter auf sich warten lassen.

„Egal ob Japan oder USA, Schweden oder Großbritannien. In vielen Ländern ist ein kostenloser Internetzugang so normal wie der Wasser- oder Stromanschluss. Unsere Schulen müssen hier nacharbeiten. Nur so können moderne Techniken von Lehrern und Schülern gleichermaßen sinnvoll verwendet werden. Der Einsatz von Tablets muss zwingend mit einem stabilen WLAN in den Schulen gekoppelt werden.“, erklärt Alt weiter.

Deutschland ist Entwicklungsland

Die Bedeutung des Breitbandausbaus fasst Alt zusammen: „Deutschland ist in der Digitalisierung noch Entwicklungsland. Diese Schwäche darf aber die Ausbildung der nächsten Generation nicht beeinträchtigen. Auch muss ein flächendeckender WLAN-Ausbau in den Schulen mit dem Ausbau von Glasfaseranschlüssen für Privathaushalte und Unternehmen verbunden werden.“

Alt, der zur Landtagswahl 2018 als Spitzenkandidat der Jungen Liberalen kandidiert, fragt abschließend: „Warum gibt es an fast jedem Kiosk WLAN, aber nicht in jeder Schule? Wie sollen wir die Jugend fit machen für die Industrie 4.0, wenn selbst der Internetzugang in Schulen noch ein Luxusgut ist? Wir erwarten Antworten der Landesregierung – sonst heißt es: Nachsitzen!“

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