Jubiläumsworkcamp am Grenzdenkmal Hötensleben

14. Juli 2017
Die Teilnehmer des Workcamps 2016. Archivfoto: Grenzdenkmalverein Hötensleben
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Helmstedt/Marienborn. Das Internationale Workcamp am Grenzdenkmal Hötensleben feiert 2017 Jubiläum: In diesem Jahr kommen bereits zum 20. Mal junge Menschen aus der ganzen Welt zusammen, um gemeinsam am Erhalt der ehemaligen DDR-Grenzanlagen mitzuwirken und ein wichtiges Kapitel jüngster deutscher Geschichte kennenzulernen. Und das soll gewürdigt werden.

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Die beiden Ministerpräsidenten Stephan Weil aus Niedersachsen und Dr. Reiner Haseloff aus Sachsen-Anhalt haben auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft über das Workcamp des Grenzdenkmalvereins Hötensleben übernommen. Dies zeigt allen Beteiligten die hohe Bedeutung des internationalen Jugendaustauschs und der Bildungsarbeit an historischen Orten wie dem Grenzdenkmal Hötensleben.

Das dreiwöchige Camp findet bis zum 4. August statt. In diesem Jahr nehmen junge Erwachsene aus Armenien, Griechenland, Mexiko, Russland, Taiwan und der Türkei teil.

Am Freitag,  28. Juli, wird mit einem Festabend im Rathaussaal der Gemeinde Hötensleben das 20. Jubiläum des Internationalen Workcamps gefeiert. Als Gäste kommen politische Vertreter von Landes-, Kreis- und kommunaler Ebene aus den beiden Bundesländern Sachsen- Anhalt und Niedersachsen. Auch haben ehemalige Teilnehmer und Leiter der Workcamps ihren Besuch angekündigt, weil sie einen besonderen Bezug zu Hötensleben entwickelt haben. Erwartet werden ein feierlicher Abend, ein spannendes Wiedersehen und ein angeregter Austausch aller Gäste. Die diesjährigen Workcamp- Teilnehmer werden zusammen mit Studierenden der TU Braunschweig einen Film anfertigen, der zur Jubiläumsveranstaltung gezeigt wird. Natürlich sind alle Gäste auch zum Live-Konzert „Rock am Rat- haus“ am Samstag, 29. Juli 2017, eingeladen.

Abwechslungsreiches Programm

Neben verschiedenen Arbeiten am Grenzdenkmal Hötensleben gibt es in diesem Jahr zahlreiche weitere Programmpunkte. Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn bietet wie im vergangenen Jahr ein zweitägiges Geschichtsseminar, das „HistoryLab“ für die Teilnehmer an. Am Ort des ehemals größten innerdeutschen DDR-Grenzübergangs lernen die Teilnehmenden die Geschichte des DDR-Grenzregimes im Kontext des Kalten Krieges sowie individuelle Grenzerfahrungen aus Ost und West kennen. Eine Besichtigung der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ist integraler Bestandteil des Programms. Zudem besteigen die Teilnehmer gemeinsam mit Braunschweiger Studierenden den Brocken, besuchen Wolfenbüttel und natürlich den Bundestag in Berlin.

Wie in jedem Jahr werden auch die örtlichen Vereine wieder mit eingebunden. Das wären der Schützenverein, die Feuerwehr, der Sportverein, der Verkehrsgarten Völpke, der Jugendclub und zahlreiche weiteren Personen, die zum Gelingen des Camps beitragen.

Ein Beitrag zur Völkerverständigung

Dem Grenzdenkmalverein geht es beim Workcamp vor allem um die Völkerverständigung an einem historischen Ort, an dem die Welt von 1945 bis 1989 in Ost und West geteilt war. Die gemeinsame Arbeit für den Erhalt der in diesem Umfang einzigartig konservierten Grenzanlagen der DDR ist dabei ein wichtiger Bestandteil, der gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Welt Auftrag und Anregung für den gegenseitigen Austausch und das Verständnis anderer Kulturen ist.

Das Internationale Workcamp Hötensleben 2017 ist ein Projekt des Grenzdenkmalverein Hötensleben in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, dem Internationale Begegnung in Ge- meinschaftsdiensten e.V. sowie der Gemeinde Hötensleben und wird durch die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

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