Interims-Rat: Aufregung über Redebeitrag der AfD

13. Juli 2017 von
Nach der Fusion trifft sich der Interims-Rat zu seiner ersten Sitzung. Foto: Sandra Zecchino
Helmstedt. Seit dem 1. Juli ist die Fusion der Gemeinde Büddenstedt mit der Stadt Helmstedt rechtskräftig vollzogen. Bei der Interims-Ratsitzung am heutigen Donnerstag sollten die in Büddenstedt lebenden Flüchtlinge in die Helmstedter Strukturen eingegliedert werden. Dabei sorgte ein Redebeitrag der AfD für Entrüstung unter den anderen Mandatsträgern.

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Die Kosten seien nicht nachzuvollziehen, argumentierte die AfD. Wie sie den Vertrag verstanden hätten, wären für drei Familien drei Sozialarbeiter zuständig und das sei nicht hinnehmbar, da zum Beispiel im Arbeitsamt ein Sozialarbeiter auch für mehrere zuständig sei.

Ein Beitrag, den die Ratskollegen so nicht stehen lassen wollten. Bürgermeister Wittich Schobert wurde in seiner direkten Erwiderung deutlich. „Es wird bewusst versucht, Stimmung zu machen“, beginnt er, „es werden mit Unwahrheiten Ängste geschürt und so getan, als bekämen Flüchtlinge eine Rundumbetreuung.“ Die Arbeit, die die Sozialarbeiter leisten, die für bis zu 100 Flüchtlinge zuständig seien, wäre zu bewundern. „Ich weise die Unterstellung ‚drei Sozialarbeiter für drei Familien‘ eindeutig zurück.“ so Schobert weiter.

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