Graslebens Flüchtlingshilfe arbeitet weiter engagiert

13. November 2017
Foto: Samtgemeinde Grasleben
Grasleben. Nach Informationen der Samtgemeinde zog Abteilungsleiter Dr. Rudolf Thieme bei der Versammlung der Sparte Flüchtlingshilfe des Vereins Grasleben für alle e.V. ein grundlegend positives Fazit. Unter dem Dach des Vereins organisieren zahlreiche Ehrenamtliche die Flüchtlingshilfe in der Samtgemeinde Grasleben.

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Während der Versammlung wurde über die zahlreichen Tätigkeiten und Angebote berichtet. Hierzu zählen neben Sprachunterricht und Sportkursen auch die Ausstattung der Unterkünfte sowie der Betrieb einer Fahrradwerkstatt, eines Kleiderladens und vieles mehr. „Besonderer Dank gebührt der Autostadt in Wolfsburg – hier gab es zahlreiche Möglichkeiten, kostenlose Kurse, wie eine Verkehrserziehung oder eine Kochschule und viele weitere Angebote zu nutzen“, so Thieme. Selbst vor Ort engagierte sich die Autostadt. So wurde in der Marientaler Flüchtlingsunterkunft ein gemeinsamer Kochkurs mit den Mitarbeitern der Inszenierten Bildung der Autostadt durchgeführt.

Besonderes Lob gab es auch von Samtgemeindebürgermeister Gero Janze, gleichzeitig Kassenwart des Vereins, und vom DRK Helmstedt, welches die Samtgemeinde bei der Flüchtlingsbetreuung umfangreich unterstützt. Laut Betreuerin Margrit Niemann laufe die Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Helfern sehr gut.

Mehr Engagement bei den Flüchtlingen selbst

Nur „Sonnenschein“ herrschte während der Versammlung allerdings nicht: Vielfach vermissten die ehrenamtlichen Helfer auch das Engagement der Flüchtlinge selbst. So gäbe es viele tolle Angebote in der Samtgemeinde, aber manchmal müsse zum Beispiel Tobias Rutz, als Bindeglied zur Autostadt, die ansässigen Flüchtlinge zu den Veranstaltungen „schieben“, weil sie die Termine sonst schlichtweg vergessen würden. „Die Definition von Pünktlichkeit ist in vielen Ländern offensichtlich eine andere, als in Deutschland“, so Rutz schmunzelnd.

Als sehr bedauerlich wurde auch die Tatsache empfunden, dass kostenlose Sprachkurse von einigen Flüchtlingen abgebrochen werden, um etwa in der Produktion bei Firmen in Sachsen-Anhalt zu arbeiten. Thieme betonte jedoch, dass dies im Vergleich zu anderen Regionen eher kleine Probleme seien – Grasleben sei durch den Verein gut aufgestellt und werde die Menschen vor Ort weiter in allen Lebenslagen unterstützen.

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