Gestern innerdeutsche Grenze – heute Seenlandschaft

17. Oktober 2017
v.l.: Anja Kremling-Schulz und Sophie Flohr (Stadt Helmstedt), Mathias Grote (Braunschweigische Sparkassenstiftung), Birgit Wippich (Stadt Helmstedt). Foto: Stadt Heldmstedt
Helmstedt. Helmstedt ist ein geschichtsträchtiger Ort. An zahlreichen Stellen in und um Helmstedt wird Geschichte erlebbar, so auch am Lappwaldsee. Dort hat die Stadt Helmstedt in Kooperation mit dem Verein Grenzenlos, der Braunschweigischen Sparkassenstiftung und der Helmstedter Revier GmbH eine Informations-Stele installiert.

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„Der Lappwaldsee ist ein außergewöhnlicher Ort mit einer interessanten Geschichte“, resümiert Bürgermeister Wittich Schobert. Als im Jahr 1952 der Tagebau durch Einheiten der DDR Volkspolizei geschlossen wurde, müssen sich dramatischen Szenen während der Frühschicht im Tagebaugelände abgespielt haben. Jede Seite versuchte möglichst viele Geräte und Material auf seine Seite zu bekommen.

Nicht nur der finanzielle Verlust war für die Braunschweigischen Kohlenbergwerke als Betreiber enorm, auch die Arbeitskräfte, die nicht mehr in den Westen durften, fehlten ihnen. Als 1976 ein Vertrag zwischen der ehemaligen DDR und dem Kohlebergwerk zustande kam, war dies ebenfalls ein geschichtsträchtiger Moment. Zum ersten Mal in der Geschichte der DDR wurde ein Vertrag mit einem westdeutschen Unternehmen geschlossen. Dieser Vertrag war ein Wegbereiter und hatte Symbolcharakter.

Heute lässt der Lappwaldsee nicht mehr erahnen, was sich früher dort abgespielt hat. Die Informations-Stele hat die Geschichte am Lappwaldsee konserviert und erfahrbar gemacht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.grenzdenkmaeler.de .

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