Filmreife Verfolgungsjagd – Fahrer rast durch Ortschaft

18. Mai 2017
Zum Schluss gelang die Flucht zu Fuß. Symbolfoto: Alexander Panknin
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Lehre. Eine Verfolgungsjagd lieferte sich in der Nacht zum heutigen Donnerstag ein 31 Jahre alter Mann aus Helmstedt mit der Polizei. Dass es hierbei nicht zu Personen oder Sachschäden kam ist wohl nur dem Zufall und dem besonnenen Verhalten der eingesetzten Polizeibeamten zu verdanken. Begonnen hatte alles um 01.35 Uhr

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Einer uniformierten Funkstreifenbesatzung der Polizei fiel auf der Berliner Straße in Lehre ein grauer Audi A4 auf, der sich aus Wendhausen kommend in Richtung Flechtorf bewegte. Die Beamten entschlossen sich, das Fahrzeug und seine Insassen zu kontrollieren. Doch statt anzuhalten ignorierte der Fahrer des Audi die Haltezeichen der Polizei und setzte seine Fahrt mit unverminderter Geschwindigkeit fort.

Nach Verlassen der Ortschaft Lehre ging es nun über die L 295 in Richtung Wolfsburg, wo der Audi überholt wurde und in Flechtorf gestoppt und kontrolliert werden sollte. Doch auch hier ignorierte der Führer des Audi das Signal „Bitte folgen“ und fuhr nach dem er angetäuscht hatte in Flechtorf abfahren zu wollen wieder auf die L 295 und brauste in Richtung Wolfsburg davon. Nun ging es für die Beamten mit Blaulicht hinterher und sie konnten kurz vor der Autobahn A 39 wieder auf den Pkw aufschließen.

Weitere Funkstreifen zur Unterstützung entsandt

Der Pkw bog sodann auf die alte B 248 nach links ab, wobei er aufgrund der hohen gefahrenen Geschwindigkeit bedrohlich nach rechts abdriftete. Weiter ging es parallel zur Autobahn, dessen Durchfahrt für Kraftfahrzeuge verboten ist, nach Mörse, wobei vom Flüchtigen Geschwindigkeiten weit über 120 Kilometer pro Stunde gefahren wurden. Mittlerweile wurden durch die Dienststelle in Wolfsburg verschiedene Funkstreifenwagen zur Unterstützung entsandt.

Auch innerhalb des Ortsteil Mörse wurde der Audi mit zum Teil 100 Kilometer pro Stunde durch 30er Zonen geführt. Dabei benutze der Fahrer die gesamte Breite der Straße aus, um sich schneller fortbewegen zu können. Ein Funkstreifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht der dem Pkw die Durchfahrt zu versperren versuchte wurde kurzerhand, ohne Verringerung der Geschwindigkeit, in halsbrecherischer Manier umfahren. Die Verfolgungsfahrt ging weiter über den Stralsunder Ring, wo ein ziviler Funkstreifenwagen auf der Fahrbahn stand. Diesen umfuhr der Beschuldigte im letzten Augenblick, so dass es fast zu einem Unfall gekommen wäre. Mittlerweile befanden sich zwei Funkstreifenwagen hinter dem Beschuldigten. Dieser fuhr mit seinem Pkw in Schlangenlinien über die gesamte Fahrbahnbreite, um ein Vorbeifahren der Einsatzfahrzeuge zu verhindern.

Rote Ampeln waren kein Hindernis

Der Beschuldigte bog sodann nach rechts auf den Dresdner Ring ab, überfuhr am Ende eine für seine Fahrtrichtung Rotlicht zeigenden LZA, und bog nach links in die Frankfurter Straße ab. Zum Glück befand sich zu diesem Zeitpunkt unmittelbar auf der Kreuzung kein weiteres Fahrzeug. Plötzlich bog der Beschuldigte kurzentschlossen nach rechts auf die Sudetenstraße in Richtung Mecklenburger Straße ab. Nun reichte es den Beamten und In Höhe des dortigen „Hockey-Heims“ setzte sich ein Funkstreifenwagen schräg vor den Beschuldigten und ein weiterer machte den Fluchtweg nach hinten dicht.

Zu Fuß geht es weiter

Wer nun glaubte es sei zu Ende der täuscht sich. Der Fahrer öffnete die Fahrertür und flüchtete im Laufschritt durch vorhandenes Buschwerk in Richtung Sportplatz. Eine sofortige Absuche des Geländes mit mehreren Einsatzkräften verlief leider ergebnislos. Im Fahrzeug befand sich noch eine 22 Jahre junge Frau aus Braunschweig, die jegliche Angaben zum Sachverhalt verweigerte. Sie wurde nach erfolgter Personalienfeststellung vor Ort entlassen. Im Fahrzeug fanden die Beamten Ausweispapiere, die eindeutig dem 31 Jahre alten Halter und Fahrer aus Helmstedt zugeordnet werden konnten. Die Ermittlungen dauern an.

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