Erheblichen Raumbedarf: SPD sprach mit Grundschulen

11. Januar 2018
Symbolfoto: pixabay
Helmstedt. „Uns fehlen dringend benötigte Räume.“ Diese eindringliche Forderung stand im Mittelpunkt des Gespräches, dass die Helmstedter SPD-Ratsfraktion im Zuge ihrer Vorbereitung auf die Verabschiedung des Haushaltes 2018 mit den Leitungen der Helmstedter Grundschulen geführt hat.

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Der deutlich gestiegene Raumbedarf sei eine Folge der großen Herausforderungen, die mit der Einführung von Ganztagsschule und Inklusion verbunden seien. „Wir können nicht die pädagogischen Probleme von heute mit dem unzulänglichen Raumbedarf von gestern lösen“, so die übereinstimmende Meinung von Maria Theisen (Grundschule Ludgeri) und Petra Feder (Grundschule Pestalozzi).

Es sei schlicht unmöglich, 70 Kinder im Ganztagsbetrieb zu betreuen und sinnvoll zu beschäftigen, ohne die nötigen pädagogischen Freiräume und Beschäftigungsmöglichkeiten zu haben. Auch für den „normalen“ Schulunterricht – so Maria Theisen – seien vermehrt Funktionsräume notwendig, denn Musikunterricht z. B. könne heute nicht mehr wie früher in Unterrichtsräumen stattfinden. Im Übrigen wäre es wünschenswert, die Möglichkeit einer zentralen Koordination der Ganztagsbetreuung zu prüfen.

Petra Feder wies nachdrücklich darauf hin, dass 20 Kinder mit Inklusionsbedarf Fördermöglichkeiten in kleinen Räumen brauchen würden, Betreuung auf Gängen und Fluren könne dabei nicht in Frage kommen. An alle Verantwortlichen stellte sie die klare Forderung: „Die große Aufgabe der Inklusion darf nicht „nebenbei“ gemacht werden. Wir müssen dringend die nötige Ausstattung dazu bereitstellen.“

Christoph Wäterling von der Grundschule Lessingstraße, die noch keine Ganztagsschule ist, zeigte sich grundsätzlich zufrieden mit der Situation an seiner Schule. Er bat die SPD-Fraktion darum, sich im Zuge der Haushaltsberatungen für die Erneuerung von Fenstern zum Einsparen von Heizenergie und die dringend notwendige Fortführung der Sanierung von Klassentüren einzusetzen.

Stellvertretender Schulausschussvorsitzender Torsten Koch von der SPD-Fraktion sprach sich nachdrücklich dafür aus, dass jetzt endlich ein Standard-Raumprogramm für alle Helmstedter Grundschulen festgelegt werden müsse. Aus dem Abgleich der vorhandenen Situation mit den Standards aus diesem Programm könne dann eine mittelfristige Strategie entwickelt werden, um den so dramatisch gestiegenen Raumbedarf zu erfüllen. Dieses Vorgehen garantiere auch eine Gleichbehandlung aller Helmstedter Grundschulen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Strümpel wies darauf hin, wie nützlich und notwendig dieses Gespräch gewesen sei. Er versprach, sich bei den anstehenden Haushaltsberatungen für die ganz konkreten Forderungen der Grundschulleiter einzusetzen, die in dem Gespräch gemacht wurden.

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