Citizen Science: Gartenvögel am Muttertagswochenende zählen

2. Mai 2017
Am Muttertagswochenende können die Vögel im eigenen Garten gezählt und die Ergebnisse an den NABU geschickt werden. Foto: NABU/ S. Hennigs
Region. Am Muttertags-Wochenende, 12. bis 14. Mai, lädt der NABU bundesweit, so auch in Südostniedersachsen, alle Naturfreunde ein, bei der großen Gartenvogelzählung mitzumachen.

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„Das geht ganz einfach: Man beobachtet und zählt eine Stunde lang die Vögel im Garten, vor dem Balkon oder im Park. Anschließend meldet man die Beobachtungen an den NABU . So kann man den Spaß an der Natur mit dem Nutzen für den Naturschutz verbinden“, erläutert Marlies Gräwe, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen. Die Ergebnisse „Stunde der Gartenvögel“, die zu den größten so genannten Citizen-Science-Aktionen im deutschsprachigen Raum gehört, sind umso aussagekräftiger, je mehr Menschen mitmachen. Vom Landkreis Gifhorn im Norden bis zum Harz im Süden der Region beteiligen sich traditionell besonders viele Menschen an dieser Aktion.

Bei der Vorjahreszählung haben Haussperling, Amsel, Kohlmeise, Star und Blaumeise die ersten Plätze belegt. „Wir sind sehr gespannt, ob die Meisen jetzt wieder im Aufwind sind, nachdem es bei der Winterzählung ja große Bestandsrückgänge gegeben hat“, sagt Marlies Gräwe. „Insgesamt gehen wir derzeit von einem normalen bis guten Vogel-Frühling aus. Ob diese Einschätzung stimmt, wird sich zeigen.“

Ehrenamtliche Datenerhebung

Knapp 6.000 Menschen haben im vergangenen Jahr allein in Niedersachsen bei der „Stunde der Gartenvögel“ ehrenamtlich Daten erhoben und dadurch wichtige Informationen darüber geliefert, wie es den verschiedenen Vogelarten geht. Diese Zahlen sind eine wichtige Basis, um zielgerichtet aktiv zu werden. „Zum Beispiel für Mehlschwalben und Mauersegler, die sich im Langzeitvergleich im Sinkflug befinden. Da braucht es dringend Nisthilfen als Ersatzlebensraum. Und wir müssen uns dafür einsetzen, dass weniger Insektizide in der Landwirtschaft und in Gärten versprüht werden. Damit die Natur nicht komplett aus dem Gleichgewicht kommt und Nahrung für die Flugakrobaten nicht noch knapper wird“, sagt Marlies Gräwe.

 

 

 

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