Begrenzung der Shopping-Sonntage – Das sagen die Politiker

3. Dezember 2017 von
Das sagen die Landtagsabgeordneten aus der Region. Symbolfoto: Archiv
Helmstedt. Die Niedersächsische Landesregierung spielt mit dem Gedanken, eine Regelung zu treffen, die verkaufsoffene Sonntage im Jahr weiter begrenzen soll. Demnach sollen die Läden maximal vier mal im Jahr sonntags öffnen dürfen. regionalHeute.de fragte die Landtagsabgeordneten aus Helmstedt, was sie von einer solchen Regelung halten.

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Veronika Koch (CDU):

Veronika Koch (CDU). Foto: CDU

„Der Koalitionsvertrag enthält keine Aussage dazu, dass es künftig nur noch vier Sonntagsöffnungen pro Gemeinde geben soll. Das Ladenöffnungsgesetz ist ein Arbeitszeitschutzgesetz, das sowohl den Belangen der im Einzelhandel Beschäftigten als auch den Erfordernissen des verfassungsrechtlichen Sonntagsschutzes gerecht werden muss. Die im Koalitionsvertrag getroffene Aussage, dass keine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten erfolgen soll, ist vor diesem Hintergrund auf die Öffnungsmöglichkeiten des einzelnen Ladengeschäftes zu beziehen. Die konkrete Ausgestaltung der Regelungen zu den Ausnahmen vom Verbot der Sonntagsöffnung innerhalb der Gebietskörperschaften bleibt den Gesetzesberatungen vorbehalten.“

Jörn Domeier (SPD):

Jörn Domeier. Foto: SPD

Jörn Domeier hält generell nicht viel von verkaufsoffenen Sonntagen. Für ihn sei es ein ruhiger und vor allem freier Tag, den man anders verbringen kann, als beim Einkaufen. Für einen guten Kompromiss hält er aber eine Begrenzung auf vier Shopping-Sonntage. „Einen Tag im Quartal die Läden zu öffnen halte ich für einen guten Kompromiss. So bleibt es eine Besonderheit“, erklärt Domeier gegenüber regionalHeute.de. Auch den Ansatz des Handelsverbands Niedersachsen-Bremen, hält er für nicht sinnig. Dass der Einzelhandel mit mehr verkaufsoffenen Sonntagen, mehr Geld verdient, sei falsch. „Die Leute haben nicht automatisch mehr Geld zur Verfügung, sondern die Ausgaben bündeln sich an dem jeweiligen Sonntag“, betont der SPD-Landtagsabgeordnete. Zwar verstehe er den Wunsch nach mehr Umsatz, den Ansatz des Handelsverbands jedoch nicht.

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