Ab heute im paläon: Auf den Spuren der Säbelzahnkatzen

13. April 2017 von
Ausstellungskurator Dr. Felix Hillgruber gewährte einen Einblick in die neue Sonderausstellung im paläon. Video/Fotos: Eva Sorembik
Schöningen. Rund um die Säbelzahnkatze hat das paläon eine Sonderausstellung konzipiert: „Die Eiszeit-Jägerin. Säbelzahnkatzen – die tödliche Gefahr“ zeigt ab dem 13. April neben Original-Zähnen und Schädeln viele internationale Exponate rund um das Raubtier der Eiszeit.

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Geladene Gäste aus der Region durften bereits gestern Abend einen Blick in die Sonderausstellung werfen und bei einer Führung mit den Kuratoren der Ausstellung  Dr. Tom Hübner und Dr. Felix Hillgruber die einzigartigen Exponate bewundern. 

Bis zu den ersten Funden in Schöningen im Jahr 2012 galt die europäische Säbelzahnkatze als lange ausgestorben, noch bevor Menschen unsere Region besiedelten. Die außergewöhnlichen Knochenfunde von insgesamt drei Raubtieren beweisen jetzt: Die Raubkatzen lebten noch gemeinsam mit unseren Vorfahren in der Altsteinzeit vor rund 300.000 Jahren. Und sie begegneten sich: Spannende Exponate wie von Menschenhand bearbeitete Knochen und ein Neanderthaler-Schädelstück mit Bissspuren erzählen in der Sonderausstellung die Geschichte von Jägern und Gejagten, in der Mensch und Tier sogar jeweils beide Rollen kannten.

Internationale Exponate rund um die Säbelzahnkatze

paläon säbelzahnkatze Foto: Eva SorembikZahlreiche Exponate aus aller Welt haben ihren Weg nach Schöningen gefunden und ergänzen die Original-Knochenfunde nun ein Jahr lang in der Sonderausstellung. „Wir freuen uns, dass wir hier, am Fundort der Schöninger Speere, jetzt eine weitere archäologische Sensation zeigen können. Das paläon wird so noch interessanter für Familien und Wissenschafts-Begeisterte“, meint Dr. Wolf-Michael Schmid, Vorsitzender des Fördervereins Schöninger Speere – Erbe der Menschheit e.V.

Besucher können im paläon der einzigartigen lebensechten Rekonstruktion der europäischen Säbelzahnkatze direkt in die Augen sehen oder das Original-Skelett ihres ebenso berühmten großen Bruders unter die Lupe nehmen: Die amerikanische Säbelzahnkatze Smilodon ist als „Diego“ aus dem Animationsfilm Ice Age bekannt. Auch das weltweit einzige aufgebaute Skelett der europäischen Raubkatze ist exklusiv Teil der Sonderausstellung. Erlebnisstationen laden dazu ein, ein Gefühl für die großen Raubtiere zu bekommen: Wie sie nachts sehen und wie stark sie zubeißen konnten, lässt sich hautnah erleben. Wie viel von den Vorzeit-Raubkatzen noch in den heutigen Miezen steckt, zeigen weitere spannende Exponate von Löwe bis Luchs.

Die Gäste, die bereits gestern Abend die Ausstellung besuchen durften, waren von der Vielfalt der Exponate und der Umsetzung des Ausstellungsthemas begeistert:

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